Alte Musik · Klassik

Resonanzen: Collegium 1704


Lissabon, an Allerheiligen 1755. Die Katastrophe, die am Morgen dieses 1. November gegen 9 Uhr 40 über die blühende Metropole am Tejo hereinbricht, sollte sich tief ins kulturelle Gedächtnis Europas einprägen: Begleitet von orkanartigen Stürmen, gefolgt von Tsunami und Feuersbrünsten legen drei gewaltige Erdstöße Lissabon in Schutt und Asche.

Die «beste aller Welten» – nichts als ein Spielball der Natur? Dem Gedenken an die rund 60.000 Todesopfer widmete Telemann mit seiner großangelegten «Donner-Ode» ein martialisches Gotteslob. In feinem Kontrast dazu steht die 50 Jahre ältere und als «Heiliger Dankgesang» für die Schonung Roms vor anno 1703 L’Acquila und Latium heimsuchenden Erdbeben getarnte Marienkantate Händels; eine dramatische Szene aus Zeiten päpstlicher Opern-Prohibition!

Interpreten

Collegium 1704, Ensemble

Collegium vocale 1704, Vokalensemble

Ann Hallenberg, Mezzosopran

Céline Scheen, Sopran

Aneta Petrasová, Alt

Kamila Mazalová, Alt

Alessio Tosi, Tenor

Václav Čížek, Tenor

Marián Krejcik, Bariton

Lisandro Abadie, Bass

Václav Luks, Dirigent

Programm

Georg Friedrich Händel

Te Deum (Utrecht Te Deum HWV 278) (1713)

Donna, che in ciel di tanta luce splendi. Cantata a voce sola con stromenti e coro HWV 233






Georg Philipp Telemann

Donnerode TWV 6/3a–b (1756-1760)


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