Jazz · Diverse Musik

Resonanzen: Christian Muthspiel Quartett


Als Sohn eines Komponisten wurde Christian Muthspiel die Liebe zur Musik bereits in die Wiege gelegt. Sein Vater beschäftigte sich intensiv mit der Musik der Renaissance, was den Jazzmusiker bis heute prägt: «Die wie endlos wirkenden, schwerelos schwebenden, von Taktstrichen unbehelligten Linien der polyphonen Stimmengeflechte eines Tallis, Ockeghem, Schütz, Allegri oder Dowland üben bis heute größte Faszination auf mich aus.»

Knapp 450 Jahre nach der Geburt des englischen Komponisten John Dowland und inspiriert von dessen Instrumentalzyklus «Lachrimae, or Seaven Teares» würdigt Muthspiel seinen elisabethanischen Kollegen mit einer außergewöhnlichen Hommage. Mit drei kongenialen Musikern übersetzt er die skizzenhaft notierte Klangwelt Dowlands in die Sprache des Jazz. Dabei bleibt er dicht am thematischen Material des Originals, in dem sieben verschiedene Arten von Tränen vielstimmig beschrieben werden. Das Ergebnis sind einzigartige Metamorphosen, die sich im Spannungsfeld zwischen Jazz und Kammermusik bewegen und für ein faszinierendes Hörerlebnis sorgen. Ein Gastspiel der besonderen Art im Rahmen der Resonanzen – dem Festival für Alte Musik im Wiener Konzerthaus.

Christian Muthspiel Quartett:

Christian Muthspiel, Posaune, Klavier

Matthieu Michel, Trompete, Flügelhorn

Franck Tortiller, Vibraphon

Manu Mayr, Kontrabass

Programm:

«Seaven Teares, a tribute to John Dowland»


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