Alte Musik · Klassik

Resonanzen: Cappella Mediterranea


Die Sintflut

Noch bis vor wenigen Jahren war der kalabrische Barockkomponist Michelangelo Falvetti bestenfalls eine Karteileiche historischer Musikwissenschaft. Doch dann kam der Argentinier Leonardo García Alarcón und stürzte sich auf ihn mit dem untrüglichen Instinkt eines Theaterlöwen. Falvettis Oratorium «Il diluvio universale» (‹Die Sintflut›) erwies nicht nur seinen Schöpfer als einen mit allen Wassern gewaschenen Musikdramatiker. Es machte auch Alarcón und seine Cappella Mediterranea über Nacht berühmt. Drastischer, ergreifender kann man den verzweifelten Kampf des Menschen mit den Elementen, die Hilfeschreie der Ertrinkenden, aber auch das ins Bild des vielfarbigen Regenbogens gefasste Glück der Überlebenden auf Noahs Arche nicht ausmalen. So schließen die diesjährigen «Resonanzen» mit einem Debüt, bei dem kein Auge trocken bleibt!

Interpreten

Ensemble Cappella Mediterranea,

Choeur de Chambre de Namur,

Fernando Guimarães, Noé (Tenor)

Mariana Flores, Rad (Sopran)

Matteo Bellotto, Dio (Bass)

Evelyn Ramirez Munoz, Giustizia Divina (Alt)

Fabian Schofrin, Morte (Countertenor)

Magali Arnault Stanczak, Aqua (Sopran)

Caroline Weynants, Aria & Natura humana (Sopran)

Leonardo García Alarcón, Dirigent

Programm:

Michelangelo Falvetti

Il diluvio universale. Oratorium in vier Teilen (Libretto: Vincenzo Giattini) (1682)


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