Klassik

Renaud Capucon, Violine, Julia Hagen, Violoncello, Daniel Ottensamer, Klarinette u.a.



Programm
ANTON BRUCKNER
Symphonie Nr. 7 E-Dur WAB 107
(Bearbeitung für Kammerorchester von Hanns Eisler, Erwin Stein und Karl Rankl)

Interpreten
Renaud Capuçon Violine
Christoph Koncz Violine
Gérard Caussé Viola
Julia Hagen Violoncello
Alois Posch Kontrabass
Daniel Ottensamer Klarinette
David Guerrier Horn
Adélaïde Ferrière Harmonium
Guillaume Bellom Klavier

Renaud Capuçon
Der französische Geiger Renaud Capuçon, geboren 1976 in Chambéry, begann seine musikalische Ausbildung mit 14 Jahren am Conservatoire national supérieur de musique et de danse de Paris und gewann noch während seines fünfjährigen Studiums zahlreiche Preise. Danach studierte der Violinist in Berlin bei Thomas Brandis und Isaac Stern. 1997 ernannte ihn Claudio Abbado zum Konzertmeister des Gustav Mahler Jugendorchesters, in dem er drei Jahre lang mit Dirigenten wie Pierre Boulez, Seiji Ozawa, Daniel Barenboim, Franz Welser-Möst und Claudio Abbado zusammenarbeitete.

Seitdem hat sich Renaud Capuçon als einer der bedeutendsten Violin-Solisten etabliert. Er konzertierte mit den führenden Orchestern wie den Berliner und den Wiener Philharmonikern, dem New York Philharmonic, dem London und dem Boston Symphony Orchestra, dem Orchestre de Paris, dem Orchestre Philharmonique de Radio France, dem Orchestra della Scala, dem Chamber Orchestra of Europe, dem Orchestre National de France und dem Orquesta Sinfónica Simón Bolívar de Venezuela unter der Leitung von namhaften Dirigenten wie Daniel Barenboim, Semyon Bychkov, Stéphane Dénève, Christoph von Dohnányi, Gustavo Dudamel, Christoph Eschenbach, Valery Gergiev, Bernard Haitink, Daniel Harding, Long Yu, Paavo Järvi, Andris Nelsons, Yannick Nézet-Séguin, François-Xavier Roth, Lahav Shani, Robin Ticciati und Jaap van Zweden.

Renaud Capuçon hat eine große Affinität zur Kammermusik: Mit Nicholas Angelich, Martha Argerich, Yuri Bashmet, Yefim Bronfman, Khatia Buniatishvili, Hélène Grimaud, Maria João Pires und Yuja Wang sowie mit seinem Bruder, dem Cellisten Gautier Capuçon, trat er u.a. bei den Festivals in Edinburgh, Berlin, Luzern, Verbier, Aix-en-Provence, Roque d’Anthéron, San Sebastián, Stresa, Tanglewood und Salzburg auf. Darüber hinaus hat er Frankreich bei prestigeträchtigen internationalen Veranstaltungen vertreten: So trat er u.a. mit Yo-Yo Ma unter dem Arc de Triomphe anlässlich der offiziellen Gedenkfeier zum 100. Jahrestag des Waffenstillstands des Ersten Weltkriegs auf und spielte für die Staats- und Regierungschefs der Welt beim G7-Gipfel in Biarritz.

Er ist Künstlerischer Leiter des 2013 von ihm gegründeten Festival de Pâques in Aix-en-Provence und wurde 2016 zum Künstlerischen Leiter der Sommets Musicaux de Gstaad ernannt. 2017 gründete er das Ensemble Lausanne Soloists, bestehend aus derzeitigen und ehemaligen Studierenden der Hochschule für Musik in Lausanne, wo er seit 2014 unterrichtet. Ab der Saison 2021/ 22 übernimmt er als Chefdirigent und Künstlerischer Leiter das Orchestre de Chambre de Lausanne.

Renaud Capuçon ist Exklusivkünstler des Labels Erato / Warner Classics und hat bereits eine umfangreiche Diskografie vorgelegt. Als jüngste Aufnahmen erschienen 2020 eine Einspielung von Beethovens Geistertrio und Erzherzog-Trio mit Gautier Capuçon und Frank Braley, 2019 eine gemeinsam mit David Fray realisierte CD mit Bach-Violinsonaten, ein Album mit Trios von Dvořák und Tschaikowski mit Lahav Shani und Kian Soltani live aus Aix und 2018 eine Einspielung der beiden Violinkonzerte von Bartók mit dem London Symphony Orchestra und François-Xavier Roth sowie das viel gelobte Album Cinema mit beliebten Ausschnitten aus Filmmusiken. Zu weiteren CD-Veröffentlichungen zählen Aufnahmen von Werken Brahms’ und Bergs mit den Wiener Philharmonikern und Daniel Harding sowie Kammermusik von Debussy. Seine Aufnahme zeitgenössischer Konzerte von Wolfgang Rihm, Pascal Dusapin und Bruno Mantovani wurde für die französischen Victoires de la Musique 2017 nominiert und mit einem ECHO Klassik gewürdigt.

2011 wurde Renaud Capuçon zum Chevalier de l’Ordre national du Mérite und 2016 zum Chevalier de la Légion d’honneur ernannt. Im März 2020 veröffentlichte er sein erstes Buch, Mouvement perpétuel.

Renaud Capuçon spielt die Guarneri del Gesù „Panette“ von 1737, die Isaac Stern gehörte.