Theater

Reigen


Das wohl bekannteste Skandalstück der Weltliteratur, früher als "Pornographie" und "Saustück" mißverstandener Mittelpunkt politischer und moralischer Entrüstung, vom Autor selbst über Jahrzehnte für die Bühne gesperrt, hat inzwischen seinen Platz als unterhaltsamer Bühnenklassiker gefunden.

Und viel weniger als die Lust oder Erregung steht heute die Austauschbarkeit und die Einsamkeit der Beteiligten im Zentrum dieses erotischen Staffettenlaufs: Sexualität als verzweifelter, untauglicher oder sogar komischer Versuch, zu einem Partner oder auch nur zu sich selbst zu finden.

Die Leere im mehr oder weniger bürgerlichem Herzen sehnt sich nach Abenteuer, das immer aufs Neue gesucht wird: Die Hure mit dem Soldaten, der Soldat mit dem Dienstmädchen, das Dienstmädchen mit dem jungen Herrn, der mit einer verheirateten Frau, sie mit ihrem Mann, der mit dem "Süßen Mädl". die mit dem Dichter, der mit der berühmten Schauspielerin, die mit dem Herrn Grafen, bis dieser eines Morgens verkatert neben der Hure aufwacht... Der Reigen hat sich geschlossen, die Liebens- und Lebensmüde marode Gesellschaft taumelt weiter planlos in den Untergang.

Inszenierung: Regie: Peter M. Preissler
Kostüme: Alexandra Fitzinger

Musik:Fritz Rainer
Bühne: Bruno Max

Maske:Monika Krestan
Regieassistenz:Tanja Hinterhölzl
Kostüm Assistenz: Caroline Obernigg

Mit: Sandra Knoll, Martina Dähne, Christina Saginth, Irene Halenka, Claudia Waldherr, Carl Achleitner, Florian Graf, Leopold Selinger, Simon Jaritz, Markus Hamele.


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