Klassik

Regina Schirmer, Klavier


Mythische Verehrung genießt Beethovens letzte Klaviersonate in c-Moll op. 111 – und ist sogar zu besonderen literarischen Ehren gekommen: In Thomas Manns Roman „Doktor Faustus“ hält der Klavierlehrer und Gelehrte Wendell Kretzschmar einen Vortrag darüber, „warum Beethoven zu der Klaviersonate opus 111 keinen dritten Satz geschrieben habe“. Doch auch in der packenden „Waldstein-Sonate“ ist in zwei Sätzen alles gesagt, denn das ursprüngliche Andante ersetzte Beethoven durch eine langsame Einleitung zum Finale. . Solche Fragen der Form, so lässt sich an diesem Klavierabend hören, finden bei großer Musik eben erst in Verbindung und in Balance mit dem Ausdruck ihre überzeugende Antwort. In der Sonate Hob. XVI:50 nützt Haydn den erweiterten Tonumfang englischer Klaviere und experimentiert mit dem Klang. Seine romantisch anmutenden f-Moll-Variationen galten vielen als Höhepunkt seines Klavierschaffens.

Joseph Haydn: Variationen f-Moll Hob. XVII:6

Joseph Haydn: Sonate C-Dur Hob: XVI:50

Ludwig van Beethoven: Sonate op. 53 C-Dur „Waldstein"

Joseph Haydn: Sonate C-Dur Hob: XVI: 48

Ludwig van Beethoven: Sonate op. 111 c-Moll


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