Klassik

Recreation – Großes Orchester Graz - Gewandhaus


Robert Schumann: Ouvertüre, Scherzo & Finale, op. 52
Introduction und Allegro für Klavier und Orchester, op. 92
Felix Mendelssohn: Klavierkonzert Nr. 1 in g, op. 25
Symphonie Nr. 4 in A, op. 90, „Italienische“

Bernd Glemser, Klavier
recreation - GROSSES ORCHESTER GRAZ
Dirigentin: Mei-Ann Chen

Im Gewandhaus zu Leipzig schlug das musikalische Herz der Romantik und die Geburtsstunde eines verkannten Klavierkonzerts: Schumanns Konzertstück in G ist „ein Mittelding zwischen Symphonie, Concert u. großer Sonate“, so der Komponist. Zusammen mit Mendelssohns mitreißendem g-Moll-Konzert hat es alles, was Bernd Glemser zum Glänzen braucht – ein Leipziger Doppelpack. Mei-Ann Chen gibt symphonische Glanzlichter der beiden Romantiker hinzu.

Recreation – Großes Orchester Graz formierte sich im Jahre 2002 aus Musikern, die zuvor in den Reihen des Grazer Symphonischen Orchesters ihre künstlerischen Lorbeeren gesammelt hatten. Unter der Intendanz von Mathis Huber und mit Stefan Vladar als Chefdirigenten präsentierte das Ensemble in der Saison 2002/03 einen ersten eigenen Konzertzyklus, der vom Grazer Publikum mit Begeisterung angenommen wurde. Außer in seinen Konzertzyklen in Graz ist das Orchester auch bei der styriarte zu hören gewesen, es gastierte im großen Wiener Musikvereinssaal, in der Alten Oper Frankfurt, beim steirischen herbst, beim Jazzsommer Graz u. a. m. Seit dem Sommer 2014 bildet recreation auch die Basis des neu ins Leben gerufenen styriarte Festspiel-Orchesters. Im Frühling 2013 war die damals frisch gegründete Originalklangformation des Orchesters, recreationBAROCK, unter Michael Hofstetter äußerst erfolgreich in Schloss Versailles und in Lyon zu Gast. 2016 gab man Konzerte im Rahmen der Internationalen Gluck-Opern-Festspiele Nürnberg. In der laufenden Saison lockt nun schon der vierte Abonnementzyklus dieses Barockorchesters mit vier Doppelkonzerten in den Grazer Minoritensaal.

Die meisten Mitglieder des Orchesters haben eines gemeinsam: Sie erhielten zumindest einen Teil ihrer Ausbildung an der Grazer Musikuniversität oder unterrichten selbst dort, am Steirischen Landes-Konservatorium oder an anderen steirischen Musikschulen. Auch ihre Nationalitäten machen das Kollektiv der Orchestermusiker zu etwas Besonderem: Sie stammen aus halb Europa (Österreich, Italien, Slowenien, Kroatien, Bosnien, Albanien, Griechenland, Ungarn, Slowakei, Armenien u. a.) und bilden damit einen Kosmos dieses südosteuropäischen Zukunftsraumes im Kleinen. Die Grazer Musikuniversität lockt beständig junge Talente zur Ausbildung an. Diese nehmen oft und gerne die Gelegenheit wahr, im Orchester recreation als GastmusikerInnen ihr Können unter Beweis zu stellen. Mit diesen jungen KünstlerInnen erweitert sich das wechselnde Nationalitätenpanorama des Orchesters bis China, Japan, Israel, Finnland, Spanien oder Russland, aber auch nach Frankreich, Kuba, Venezuela und Neuseeland.

recreation kann auf die Zusammenarbeit mit hervorragenden Dirigenten und Dirigentinnen verweisen – Heinrich Schiff, Andrés Orozco-Estrada (von 2005 bis 2009 Chefdirigent) oder Jordi Savall befinden sich darunter. Von 2012 bis 2017 übernahm der renommierte Münchner Maestro Michael Hofstetter die Position des Chefdirigenten des Orchesters recreation. Heute nimmt das Orchester auch eine Vorreiterrolle dabei ein, Dirigentinnen im gleichen Umfang wie ihre männlichen Kollegen zu engagieren.


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