Klassik

Recreation - Grosses Orchester Graz


Schostakowitsch, widmete sein erstes Cellokonzert aus dem Jahr 1959 dem Cello-Gott Mstislaw Rostropowitsch, der es auch uraufgeführt hat. Die Blitze, die durch dieses enorm virtuose Konzert zucken, sind die Abrechnung des Komponisten mit der überwundenen Stalin-Ära. Julian Arp, momentan Celloprofessor in Graz, ist hier in seinem Element!

Franz Schubert: Italienische Ouvertüre in D, D 590
Dmitri Schostakowitsch: Cellokonzert Nr. 1 in Es, op. 107
Felix Mendelssohn: Ouvertüre Nr. in h, op. 26, „Die Hebriden“
Franz Schubert: Sinfonie Nr. 3 in D, D 200

Julian Arp, Cello
recreation – GROSSES ORCHESTER GRAZ
Dirigentin: Daniela Musca

Blitze am Podium erhellen den trüben November: In Schuberts Dritter funkelt es wie in Rossinis Ouvertüren – ein Lieblingsstück der Römerin Daniela Musca. Über den Hebriden tobt ein Sturm mit gleißenden Blitzen, in Noten eingefangen vom jungen Mendelssohn. Schostakowitsch, widmete sein erstes Cellokonzert aus dem Jahr 1959 dem Cello-Gott Mstislaw Rostropowitsch, der es auch uraufgeführt hat. Die Blitze, die durch dieses enorm virtuose Konzert zucken, sind die Abrechnung des Komponisten mit der überwundenen Stalin-Ära. Julian Arp, momentan Celloprofessor in Graz, ist hier in seinem Element!

recreation • GROSSES ORCHESTER GRAZ formierte sich im Jahre 2002 aus Musikern, die zuvor in den Reihen des Grazer Symphonischen Orchesters ihre künstlerischen Lorbeeren gesammelt hatten. Unter der Intendanz von Mathis Huber und mit Stefan Vladar als Chefdirigenten präsentierte das Ensemble in der Saison 2002/03 einen ersten eigenen Konzertzyklus, der vom Grazer Publikum mit Begeisterung angenommen wurde. Außer in seinen Konzertzyklen in Graz ist das Orchester auch bei der styriarte zu hören gewesen, es gastierte im großen Wiener Musikvereinssaal, in der Alten Oper Frankfurt, beim steirischen herbst, beim Jazzsommer Graz u. a. m. Seit dem Sommer 2014 bildet recreation auch die Basis des neu ins Leben gerufenen styriarte Festspiel-Orchesters. Im Frühling 2013 war die damals frisch gegründete Originalklangformation des Orchesters, recreationBAROCK, unter Michael Hofstetter äußerst erfolgreich in Schloss Versailles und in Lyon zu Gast. 2016 gab man Konzerte im Rahmen der Internationalen Gluck-Opern-Festspiele Nürnberg. In der laufenden Saison lockt nun schon der vierte Abonnementzyklus dieses Barockorchesters mit vier Doppelkonzerten in den Grazer Minoritensaal.

Die meisten Mitglieder des Orchesters haben eines gemeinsam: Sie erhielten zumindest einen Teil ihrer Ausbildung an der Grazer Musikuniversität oder unterrichten selbst dort, am Steirischen Landes-Konservatorium oder an anderen steirischen Musikschulen. Auch ihre Nationalitäten machen das Kollektiv der Orchestermusiker zu etwas Besonderem: Sie stammen aus halb Europa (Österreich, Italien, Slowenien, Kroatien, Bosnien, Albanien, Griechenland, Ungarn, Slowakei, Armenien u. a.) und bilden damit einen Kosmos dieses südosteuropäischen Zukunftsraumes im Kleinen. Die Grazer Musikuniversität lockt beständig junge Talente zur Ausbildung an. Diese nehmen oft und gerne die Gelegenheit wahr, im Orchester recreation als GastmusikerInnen ihr Können unter Beweis zu stellen. Mit diesen jungen KünstlerInnen erweitert sich das wechselnde Nationalitätenpanorama des Orchesters bis China, Japan, Israel, Finnland, Spanien oder Russland, aber auch nach Frankreich, Kuba, Venezuela und Neuseeland.


Vergangene Termine