Vortrag · Diverses

Reablement – Klient*innen befähigen, selbständig und selbstbestimmt zu Hause zu leben


Unter Reablement versteht man eine multiprofessionelle, interdisziplinäre Intervention, meist nach Entlassung aus dem Krankenhaus, die darauf fokussiert, den Nutzer*innen größtmögliche Selbständigkeit und Autonomie im Alltag zu ermöglichen und dadurch länger im häuslichen Umfeld zu leben.

Der Fokus der Intervention liegt dabei auf dem Wiedererlangen von Fertigkeiten sowie auf der Erarbeitung kompensatorischer Möglichkeiten, um alltägliche Betätigungen ausführen zu können. Das Ziel von Reablement ist es, seine Nutzer*innen zu befähigen, alltägliche Bedürfnisse möglichst selbständig erfüllen zu können damit weniger oder im Idealfall gar keine weiterführende Pflege notwendig ist. (Winkel, Langberg, & Waehrens, 2015).

Bei Reablement handelt es sich um eine kurzfristige Maßnahme, die sich üblicherweise über einen Zeitraum von bis zu sechs Wochen erstreckt (Social Care Institute for Excellence /SCIE, 2013). Sie wird von einem multiprofessionellen Team (u.a. Angehörigen der Pflegeberufe, Physiotherapeutinnen, Ergotherapeutinnen, Sozialarbeiterinnen) im häuslichen Setting ausgeführt. Evaluierungen international umgesetzter Reablement-Programme zeigen ein erhebliches Potential auf. Folgekosten für soziale Betreuung reduzieren sich bei Nutzerinnen eines Reablements um 60% verglichen mit Personen einer Vergleichsgruppe, die „klassische soziale Betreuung“ erhalten haben (Glendinning, 2010).
Programm

18.00 Uhr: Theres Wess “Reablement – Grundlagen und Wissenswertes”

18.30 Uhr: Jasu Forss “Implementation of Reablement - examples from Finland”

19.00 Uhr: Valerie A. Ebrahimi “Reablement - trends and drivers: 2020 and beyond”

J. Forss und V. Ebrahimi halten ihre Vorträge auf Englisch.


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