Literatur

Raunächte


theaterbrett

Münzwardeingasse 2, 1060 Wien / Austria

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„Geschichten sind wie Schneeflocken, keine gibt es ein zweites Mal. Sie bestehen immer aus Wörtern, die jedesmal neu zusammengesetzt eine immer wieder neue Variation ergeben. Die Basis aber sind archetypische Bilder, die in unser aller Herzen gespeichert sind und weltweit verstanden werden.“

Isabella Farkasch sorgt für vorweihnachtliche Stimmung mit ihren Märchen zu den Raunächten. Diese „Zeiten zwischen den Zeiten“ erschließen eine Welt, in der Wunder möglich sind, die Begleittexte berichten von einer Zeit, in der Wünsche Wirklichkeit werden können.
Isabella Farkasch ist Bühnenbildnerin, im Theater Brett ist sie „großgeworden“, ihre erste eigenständige Bühnenausstattung entwarf sie für „Ihr hättet ruhig zu Hause bleiben können“ im Jahr 1986. Immer wieder entwarf sie für unsere Produktionen Bühnenbilder, mit “Trümmergirls“ begleitete sie unser Team zu Gastspielen nach Kiew und Tallin. Zuletzt schuf sie für Hamlet den Raum, in dem auch diese Geschichte glaubhaft erzählt werden konnte.
Das Erzählen von Geschichten begleitet sie ein Leben lang, es wurde Zeit, daraus ein Buch zu machen. Darin vereint sie ihre speziell für die nachweihnachtliche Periode verfassten Märchen mit Geschichten und Geschichte zu jahrtausendealtem Brauchtum und dessen Relevanz für das Jetzt.

Bei dieser Matinee öffnet sie ein Fenster in die Anderswelt, in der das Gute immer siegt und ein Happy End gesichert ist. Eine häufig wenig wunderbare Wirklichkeit wird nicht ausgeblendet, doch Anregungen vielerlei Art lassen Hoffnungsschimmer erkennen, dass auch in Zeiten von Flüchtlingsdramen und Ressourcenverschwendung jede_ r Einzelne eine Chance nützen kann, beizutragen, dass diese Welt eine bessere wird.

Für Fragen, anregende Gespräche und Signierwünsche steht die Autorin bereit. Auf ihrer Webseite creativestories.eu lesen Sie mehr zum Thema.

„… Marie bedankte sich voll Staunen, welch eigentümliche Wendung ihr Pflichtbesuch beim Oheim gebracht hatte. Dass man oft nicht ahnen kann, was das Schicksal an Wohltaten bereithält, bewahrte sie als Erkenntnis und nahm sich vor, jede Chance des Lebens nutzen zu wollen, die sich einfindet für diejenige, die sich vertrauensvoll auf den Weg begibt.“ (Ende Der Segen der dunklen Mächte)

„Und dann hörte er es, ein Klingeln und Singen und eine ganz sanfte Stimme sprach zu ihm, dem die Sinne schon fast entschwunden waren: „Liebe Fichte, ich habe deinen Wunsch vernommen, in deinem kommenden Leben sollst du ein knorriger Baum hoch oben in den Bergen werden.“ Das hörte der Baum gerade noch und freute sich auf Steinböcke und Schneehasen und eine lange Zeit des Ein- und Ausatmens.“ (Ende Der Traum des Weihnachtsbaumes)

„Der 28. Dezember erinnert uns daran, dass wir unschuldige Kinder sind, gleichzeitig schuldhafte und ebenso heldenhafte Individuen, die in ihrem Streben nach Vollendung immer wieder fehlgehen und dennoch erfolgreich fortschreiten.“ (aus dem Ergänzungstext zur 4. Raunacht)

„Es waren genau 11 Tage und 12 Nächte, die sie nicht kontrollieren konnte. Wie eine Glucke suchte sie alljährlich die 12 wilden Gesellinnen – man nannte sie Rauhnächte - zu bändigen, doch jedes Jahr entwischten sie und trieben ihr Wesen fern von Gesetz und Anstand. Alljährlich musste sich die Zeit Moralapostel anhören, die sich beschwerten, dass das keine Art sei, dass so ein Beispiel die Jungen auf schlimme Gedanken bringen könne und was sich Kleinbürger sonst noch gern zusammenängstigen, wenn sie soliden Boden unter den Füßen zu verlieren glauben.“


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