Kunstausstellung · Theater

Raum und Zeit


Das Projekt wurde von den Studierenden des ersten Jahrgang des Mozarteum Salzburg im Zuge der Lehrveranstaltung „Der narrative Raum“ erarbeitet.

Im Laufe eines Semesters wurden von den Studierenden Projekte erarbeitet, die sich mit dem Phänomen Zeit und deren Wahrnehmung beschäftigen. In dem Seminar wurden an Hand von Texten, ausgewählten Künstlern und Filmen das Thema Zeit aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet.

Jeder der Teilnehmer erarbeitete eine freie künstlerische Arbeit dazu, diese wurden am Ende des Semesters präsentiert und ein Projekt ausgewählt welches nun in Innsbruck realisiert wird.

Die Arbeit setzt sich mit dem Konflikt des physikalischen und damit wissenschaftlich nachweisbaren Wesen von “Zeit” mit unserer subjektiven, innerhalb unserer Möglichkeiten als Mensch ablaufenden Wahrnehmung von dieser auseinander. Seit Albert Einstein mit der von ihm entwickelten Relativitätstheorie den Begriff der “Raumzeit” prägte, wird Zeit von der Wissenschaft nicht mehr als etwas Ablaufendes verstanden, sondern vielmehr als eine gleichwertige Abfolge von Momenten – Schnappschüssen gleich – bei denen Vergangenheit und Zukunft gleichermaßen existent, gegenwärtig und real sind wie die Gegenwart. Die Verwirrung und das Befremden, das Einsteins Theorie damals wie heute hervorruft, offenbart die rein subjektive Wahrnehmung des Menschen von Zeit bzw. dem, was Zeit ist: Nur vom Standpunkt des Menschen aus, innerhalb des von ihm und für ihn sozialisierten Zeitbegriffs, kann Zeit als Ablaufen von Vergangenem, Gegenwärtigen und Zukünftigem begriffen werden. Das “wahre” Wesen der Zeit ist für den Menschen, der natürlicherweise in seiner Subjektivität verhaftet ist, nicht begreiflich. (Text zu dem ausgewählten Projekt von Yvonne Schäfer)


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