Theater

Raststätte oder sie machens alle



Als Satyrspiel zu „Totenauberg“ wurde Elfriede Jelineks Text „Raststätte oder Sie machens alle“ konzipiert – und tatsächlich kann das 1994 am Burgtheater uraufgeführte Werk als überdrehtes Gegenstück zu Jelineks Auseinandersetzung mit den Gespenstern der europäischen Geschichte gelesen werden.

Raststätte oder Sie machens alle
von Elfriede Jelinek.

Inszenierung: Susanne Lietzow
Bühne: Peter Laher
Kostüm: Marie-Luise Lichtenthal
Musik: Gilbert Handler
Licht: Ines Wessely
Dramaturgie: Hannah Lioba Egenolf

Als Satyrspiel zu „Totenauberg“ wurde Elfriede Jelineks Text „Raststätte oder Sie machens alle“ konzipiert – und tatsächlich kann das 1994 am Burgtheater uraufgeführte Werk als überdrehtes Gegenstück zu Jelineks Auseinandersetzung mit den Gespenstern der europäischen Geschichte gelesen werden.

In „Raststätte“ glänzt die protofaschistische Tiefe eines Martin Heidegger durch Abwesenheit, hier geht es vielmehr um schnelle Ablenkung in ihrer triebhaftesten Form: Rammeln im Rudel, anonym und zügellos. Zwei frustrierte Ehefrauen haben sich auf dem Klo der Autobahnraststätte mit „Tieren inmitten ihrer Haare“ verabredet, sie sind auf der Suche nach „tierisch gutem Sex“ – und treffen unverhofft auf ihre eigenen Ehemänner.

Susanne Lietzow nimmt Jelineks Farce zum Ausgangspunkt eines Trips durch die Randlagen der spätkapitalistischen Gesellschaft, die auf der Suche nach sich selbst ihr Zentrum verloren hat.

Jugendschutz! Erst ab 18 Jahren freigegeben.

Mit: Sandra Bra, Isabella Szendzielorz, Gilbert Handler, Klaus Huhle, Thomas Kamper, Arthur Werner, Sebastian Klinser, Markus Mariacher

  • Mo., 28.05.2018

    19:30
  • Di., 29.05.2018

    19:30
  • Mi., 30.05.2018

    19:30