Diverse Musik · Klassik

Rastrelli Cello Quartett


Aberwitzig virtuos und sinnlich farbenfroh spielt das Rastrelli Cello Quartett seinen Mix aus klassischem Repertoire, russisch-romantischer Folklore und amerikanischem Jazz.

Das "Rastrelli Quartett" besteht aus vier Violoncelli, und doch meint man, den besonderen Klang eines klassischen Streichquartetts zu hören. Ja mehr noch, ihr Spiel verwandelt das Cello in ein Streichinstrument, das keine musikalischen Grenzen zu kennen scheint.

So mancher Konzertbesucher mag es kaum glauben, aber kein einziges Stück in dem umfangreichen Repertoire der "Rastrelli’s" wurde original für vier Celli geschrieben. All diese stimmigen Arrangements stammen von dem Quartett-Mitglied Sergio Drabkin. Seine raffinierten Kompositionen führen das Cello-Quartett auf ein bis dahin völlig unbekanntes musikalisches Gebiet.

Geleitet wird das "Rastrelli Quartett" von Kira Kraftzoff, der für sein extrem ausdrucksstarkes und wandlungsfähiges Spiel berühmt ist. Komplettiert wird das Quartett durch seine ehemaligen Schüler Mischa Degtjareff und Kirill Timofeev, ohne die diese große Bandbreite an Stilrichtungen und die Präsentation intensiven musikalischen Erlebens nicht möglich wäre.

Der erste Teil des Konzerts besteht meist aus rein klassischen Werken, arrangiert für vier Celli. Man meint, ein donnerndes Symphonie-Orchester zu hören, wenn "Eine Nacht auf dem kahlen Berge" von Modest Mussorgsky gespielt wird, gefolgt von "Andante Cantabile", einem zarten russischen Volkslied, das Peter Tschaikowsky für Streichquartett gesetzt hat. Womöglich kommen danach die "Zigeunerweisen" von Pablo de Sarasate oder Drabkin's "Paganissimo", wo man sofort einen virtuosen Geiger vor sich zu sehen meint. Auch die typischen Cello-Werke werden nicht vergessen, beispielsweise "Der Schwan" von Saint-Saёns oder "Après un rève" von Gabriel Fauré.

Das einzige Kriterium für die „Rastrellis“ bei der Auswahl der Werke: sie spielen nur die Musik, die sie selbst lieben.Darunter findet sich auch Jazz, Klezmer, Tango - das alles ist im zweiten Teil zu hören. Hier wird die Kunst der Klangverwandlung, die das virtuose Cello-Spiel der "Rastrellis" auszeichnet, zum wahren Abenteuer für die Zuhörer: man sieht und hört vier Celli auf der Bühne - und doch meint man, es wäre ein altes Klavier zu hören, auf dem gerade Ragtime gespielt wird, oder Saxophone des Glenn Miller-Orchesters oder Piazzolla's Bandoneon….es dürfte wohl kein Konzert gegeben haben, in dem das Publikum nicht die unbändige Spielfreude des "Rastrelli Cello Quartett" und das virtuose Cellospiel genossen hat.


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