Theater

Rand: Ständig


Ein Lawinenkegel. Drei Menschen haben das Unglück überlebt: eine Frau im Krautfass, eine Frau in einer Kühltruhe und ein Bursch im Ofenloch. Sie warten auf Rettung. Doch die Instabilität des Lawinenkegels macht eine Bergung vorerst unmöglich. Also überschütten sich die Überlebenden gegenseitig mit ihrem Elend. Gewettert wird gegen die Geschichten der jeweils anderen, gegen die „Willkür am heimischen Lawinenstrich“, gegen sich selbst. Alle drei stehen am Rand: zu alt, zu zugereist, zu versoffen. Und als endlich der Erlöser naht, der Nebenschauplatzbeauftragte des Landes, kreist der auch nur mit seinem Hubschrauber über dem Kegel und verbreitet Durchhalteparolen … Wer ist hier noch zu retten? Wer will überhaupt noch gerettet werden?

Der Autor Martin Plattner stammt aus dem Pitztal und lebt heute als freier Schriftsteller in Wien. Er erhielt verschiedene Dramatiker-Stipendien und gewann 2015, mit seinem Stück antimortina, den ersten Preis der Bozner Autorentage. In der Saison 2018/2019 ist er Stipendiat des vom Landestheater Linz vergebenen Thomas Bernhard Stipendiums.


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