Literatur

Ramnek & Ottowitz. Das Letzte von Leopold. Musikalische Lesung


Das Letzte von Leopold. Musikalische Lesung auf dem Wasser

Hugo Ramnek: Text, Stimme, Sprechblasen
Arthur Ottowitz: Mundharmonika, Tonwellen

Badeschiff Wien - Literaturcafé Ohrenschmaus

Kann man einen Aristokarpfen zum Helden einer Geschichte machen? Hugo Ramnek kann. Sein Leopold ist ein Fisch, der keinen Leser und erst recht keine Leserin kalt lässt. Und auch nicht Milka Bistritz, die lebenspralle Bachforelle aus dem Lippitzgraben, die das adelsstarre Herz des Zierfisches zu erobern sucht.

Das Letzte von Leopold ist eine mit allen sprachlichen Wassern gewaschene Abenteuer- und Liebesgeschichte voll komischer Strudel und satirischer Wirbel. Sie erzählt mit leichtflüssiger Melancholie und zärtlichem Witz vom dramatischen Dammbruch einer gestauten Liebe. Und lässt kein Auge trocken.

«Immer wieder fragte die Bachforelle: Warum so geziert?, und der Adelskarpfen gluckerte etwas vom Erbe der Vorväter. Ach, Mademoiselle, unsere Verbindung wäre, mit Verlaub gesagt, Unzucht. Eine Mesalliance par excellence. – Leo, du bist total überzüchtet! Milkas empörte Blasen zerplatzten an der Oberfläche und erschreckten eine Kolonie von Wasserläufern so, dass sie in Panik auseinanderstoben.»

Das Letzte von Leopold (Urfassung) erhielt 2008 den Preis des Kärntner Schriftstellerverbandes.

Einen Karpfen zum Helden einer Geschichte zu machen, die als Liebesgeschichte verspielt, zärtlich und melancholisch, als Abenteuergeschichte spannend und als Gesellschaftssatire leichtfüßig ist, das ist doch ein echtes Husarenstück! (Sabine Schuster: Online-Buchmagazin Literaturhaus)

Eintritt € 15.- / Tickets direkt an der Abendkassa


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