Kunstausstellung

Rainer Prohaska. Relations - Buchpräsentation


RELATIONS bietet einen Rückblick auf das Werk des Künstlers Rainer Prohaska von 2006 bis 2018. In vier Abschnitten stellt die Publikation die Hauptaspekte seines Schaffens vor: Culinary Communication, Spatial Hacking, Explorations und Technology.
Im Zentrum des Bildbandes steht die umfangreiche fotografische Dokumentation seiner Arbeiten. Begleitet wird diese von Skizzen und projektbezogenen Grafiken, die mit einem eigens vom Künstler entwickelten Druckverfahren hergestellt wurden.

Seine Arbeiten im öffentlichen Raum verwandeln Dörfer in dekonstruierte Wohnungen, öffentliche Plätze in Kommunikationsräume und Einkaufszentren in partizipative Großküchen. Die dabei entstehenden Objekte, Interventionen und Installationen aktivieren spezielle Orte, verändern die Wahrnehmung der RezipientInnen und lassen diese oftmals an prozessorientierten Arbeiten teilhaben.
Die Erkundung ganzer Regionen unternimmt er mit von ihm gebauten mobilen Objekten, je nach geographischer Situation zu Land oder zu Wasser. Dabei wurden unter anderem die Metropole Peking und die über Jahrhunderte gewachsene Kulturlandschaft der Donau bereist und künstlerisch bearbeitet.

Die Grundlage Rainer Prohaskas ortsspezifischer Anpassungsfähigkeit stellt die von ihm entwickelte „Toy Kit Architecture“ - Methode dar. Diese flexible Konstruktionsweise verbindet mit Spanngurten sich wiederholende Bauelemente zu hoch belastbaren temporären Installationen und Objekten. Besonders charakteristisch dafür ist die Verwendung von Vierkanthölzern, Betonschalungsträgern und anderen industriellen Bauelementen.

Die Ausstellung Ponte Est im Garten des Museums präsentiert neben Entwürfen, Zeichnungen und Modellen zur Visualisierung der Entwicklung und der Konstruktionder geplanten Brücke eine begehbare architektonische Intervention. Prohaska hat diese in der für seine künstlerische Praxis typischen "Toy-Kit Architecture“ errichtet, einem modularen Baukastensystem mit handelsüblichen Bauelementen. Die temporäre Skulptur und begehbare Aussichtsplattform schafft eine neue Perspektive auf die von Friedensreich Hundertwasser gestaltete Fassade des Museums. Gleichzeitig öffnet sie für BesucherInnen den Blick auf den Donaukanal mit üppiger Begrünung und dem Wasser.

Rainer Prohaska (*1966 Krems/Donau) lebt und arbeitet in Wien. Er hat an der Kunstuniversität Linz und an der Universität für angewandte Kunst in Wien „Experimentelles Mediales Gestalten“ studiert. Seine Kunstprojekte realisiert er weltweit.

Kuratorin: Verena Kaspar-Eisert


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