Theater

(R)Evolution - eine Anleitung zum Überleben im 21. Jahrhundert


Inspiriert von Yuval Noah Hararis "21 Lektionen für das 21. Jahrhundert" behandelt "(R)Evolution" die Herausforderungen, die die digitale Revolution an die menschlichen Beziehungen stellt - mal humorvoll, mal bitterböse.

Wir könnten das Aggressionspotenzial senken, aber ich rate davon ab. Der Konkurrenzdruck wird in Zukunft ansteigen, und da wird es eine eher nützliche Eigenschaft sein.

Lana will im Frühjahr 2040 ein perfektes Baby zur Welt bringen: konkurrenzfähig, sozialversicherungstauglich, immun gegen ausgewählte Krebsarten und resistent gegen Klimakatastrophen. Kein Problem für Dr. Stefan Frank. Aber für Lanas Mann René. Nicht genug, dass sein Genmaterial dürftig ist, fragt er sich auch, ob es gelingt, das Survivor-Paket für den designten Spross in spe abzuzahlen. Was soll man auch anderes erwarten von einem ehemaligen Waldorfschüler und Sympathisanten der Naturalisten, die Anschläge gegen Klimasünder verüben?

Wenigstens wartet zu Hause Alecto auf die beiden und gibt Tipps, damit sich Renés Genmaterial nicht weiter verschlechtert. Die künstliche Intelligenz analysiert die Daten sämtlicher Verhaltensweisen und prognostiziert damit punktgenau Gesundheitsrisiken ebenso wie Gefühlswahrscheinlichkeiten. Neben diesen Herausforderungen trägt Alecto auch die Bedürfnisse der Haushaltsgeräte an René heran.

Und als Dr. Frank nicht mehr zurechtkommt, dass Ricky ausschließlich Cybersex praktiziert und ein analoger Kuss nicht in Sicht ist, ist Alecto der Paartherapeut der Wahl.

Regie: Sandra Schüddekopf
Es spielen: Zeynep Buyraç, Maddalena Hirschal, Felix Rank, Johannes Schüchner, Sebastian Wendelin


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