Theater

Queen Recluse


Queen Recluse erzählt von Rollenzuschreibungen und Identitäts-Vexierspielen: In gleichsam spiralförmiger Bewegung nähert sich Strutzenberger mit einer Fülle an kulturhistorischen Materialien und literarischen Bezügen der Psyche einer mutig in die Domänen des Männlichen eindringenden Frau, deren Rückzug ins Private keineswegs als innere Emigration zu lesen ist.

Kaum ein Dutzend jener fast 1800 Gedichte, die ihr radikales Lebenswerk darstellen, ließ Emily Dickinson, die postum zu einer Ikone des Feminismus avancierte, zu Lebzeiten publizieren. Abgesehen von den Briefen, mit denen sie Kontakt zur Außenwelt hielt, schrieb sie praktisch nur für sich selbst, zurückgezogen in ihr Zimmer, das sie nur noch in Ausnahmefällen verließ.

Diesen historischen Umstand macht sich Thiemo Strutzenberger in seiner Dramatisierung dieses Künstlerinnenlebens zunutze und lässt deren Schwester und Schwägerin immer wieder als Dickinson auftreten.

Uraufführung


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