Neue Klassik

Quatuor Diotima


Der Name verweist auf jene weise Frau, die Sokrates die Vorzüge der platonischen Liebe erklärt haben soll. Und natürlich auch auf eines der bekanntesten Streichquartette des 20. Jahrhunderts, Nonos „Fragmente – Stille. An Diotima“.

Misato Mochizuki: Brains (2017, ÖEA)
Rebecca Saunders: Unbreathed* für Streichquartett (2017)
Luigi Nono Fragmente – Stille. An Diotima (1979/80)

Das Quatuor Diotima, 1996 von Absolventinnen und Absolventen des Conservatoire National Supérieur de Musique de Paris gegründet, gehört wohl zu den gefragtesten Ensembles Europas. Yun-Peng Zhao, Constance Ronzatti, Franck Chevalier und Pierre Morlet sind bekannt dafür, eng mit Komponistinnen und Komponisten zusammenzuarbeiten, ebenso berühmt sind die vier für ihre intensiven, sinnlichen, klangschönen und gleichzeitig intelligenten und präzisen Interpretationen neuer Musik. Komponisten wie Helmut Lachenmann, Brian Ferneyhough oder Toshio Hosokawa schätzen die Zusammenarbeit mit ihnen, viele andere Komponisten wurden bereits von ihnen für neue Werke beauftragt und uraufgeführt. Das Quartett hat sich also der zeitgenössischen Musik verschrieben, ohne sich jedoch durch diese limitieren zu lassen. In ihren Programmen ermöglichen sie oft auch durch die Verschmelzung von klassischen mit zeitgenössischen Stücken einen neuen Blickwinkel auf Werke der großen Klassiker wie Bartók, Debussy und Ravel, den späten Quartetten Schuberts und Beethovens, sowie den Komponisten der Zweiten Wiener Schule oder auch Janáček. Anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Quartetts gab es in 2016 auch zwei große Veröffentlichungen: zum einen eine CD-Box, die sich der Zweiten Wiener Schule widmet, zum anderen die erste CD aus einer neuen Reihe mit Komponistenportraits.
http://quatuordiotima.fr/de/


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