Tanz

Public in Private / Clément Layes


„Layes entwirft einen Raum des Möglichen, in dem alles anders sein darf als es eigentlich ist.“ (corpusweb.net)

Unser Alltag besteht aus Routinen, die uns helfen, den Anforderungen an uns zu entsprechen. Zugleich begrenzen sie uns, lassen Alternativen außer Acht und verstellen den Blick auf eine andere Welt. Es ist ein Balance-Akt, den wir tagtäglich vollziehen.

In Allege übersetzt der Choreograf Clément Layes diese Routinen in körperliche Beschränkungen. Das Balancieren eines Glases wird zum Hindernis beim Erfüllen von selbst gestellten Aufgaben, die zunächst keinen Sinn ergeben. Irritiert und belustigt folgt man den Versuchen des Mannes auf der Bühne, eine kleine Pflanze zu wässern. Doch bei allem Befremden scheint hinter jedem der unzähligen Versuche eine innere Logik zu stecken. Unbeirrt setzt er seine Pläne mit akrobatischem Geschick um. Was zunächst als unterhaltsamer Slapstick erscheint, verkehrt sich vor den Augen des Zuschauers in eine gewitzte und tiefgründige Erkundung der Welt. Im Handumdrehen zerlegt Clément Layes tradiertes Wissen, arrangiert Bedeutungen um und lässt somit eine neue Welt entstehen.






20.30 h
TITLE (Voraufführung)

Dinge sind ganz einfach verfügbare Bestandteile unseres Lebens – aber sind sie uns deshalb auch präsent(er)? Spielerisch gibt ihnen Clément Layes eine Bühne, fügt sie zusammen und lässt so neuartige Gebilde entstehen. Die sonst stummen Wegbegleiter beginnen in TITLE zu sprechen. Dabei trotzt Layes gewohnt humorvoll der Logik des Alltags, setzt Konventionen der Wahrnehmung außer Kraft und legt das vibrierende Potential der Gegenstände frei.

In diesem ersten Showing stellt Clément Layes seine neue Produktion in einer Doppelvorstellung mit dem Solo Allege vor, mit dem er 2010 seine künstlerische Erkundung der Dingwelt begann.

Allege:
CHOREOGRAFIE/KONZEPT: Clément Layes
PERFORMANCE: Vincent Weber
DRAMATURGIE: Jasna L. Vinovrski
MUSIK: David Byrne
KOSTÜME: Public in Private
LICHT: Ruth Waldeyer, Florian Bach

Eine Produktion von Public in Private. Dank an Sophiensaele, Tanztage Berlin, Festival Ardanthé, Dock 11, CND Paris.

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TITLE:
CHOREOGRAFIE: Clément Layes
PERFORMANCE: Clément Layes, Felix Marchand, Vincent Weber
LICHT: Ruth Waldeyer
SOUNDBERATUNG: Ulrike Ertl
DRAMATURGISCHE BERATUNG: Jonas Rutgeerts
PRESSE & PRODUKTION: björn & björn


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