Literatur · Klassik

Psalm 2015 - West-östlicher Diwan


Im Zeitalter des Idealismus, als keine „Gotteskrieger“ den Blick auf den Islam trübten, schien die Religion der Orientalen von einer Aureole der Weisheit umhüllt. Goethe huldigte ihr im „West-östlichen Diwan“, Lessing verkündete in der „Ringparabel“ die Toleranz der Religionen, Beethoven trug, während er seine späten Streichquartette komponierte, Weisheiten des Islam in seine Konversationshefte ein, der Grazer Orientalist Joseph von Hammer-Purgstall übersetzte die Dichtungen des Hafis aus dem Persischen. Für uns leiht Peter Simonischek dem historischen Brückenschlag zwischen Okzident und Orient seine sonore Stimme.

Programm:
Ludwig van Beethoven: Streichquartett in B, op. 130
Felix Mendelssohn: aus dem Streichquartett in a, op. 13
Texte von Goethe („West-östlicher Diwan“), Lessing („Nathan der Weise“) und Mohammed Schemsed-din Hafis (in der Übersetzung von Joseph von Hammer-Purgstall)

Mitwirkende:
Quartetto di Cremona

Peter Simonischek, Lesung

Das Quartetto di Cremona bereist mit seiner Musik die Welt vom Big Apple bis nach Australien. Im Jahr 2000 in Cremona gegründet, hat es sich binnen kurzer Zeit zu einem der interessantesten Ensembles der europäischen Streichquartett-Szene entwickelt und zuletzt eine vielgerühmte Gesamteinspielung von Beethovens Quartetten vorgelegt.
Peter Simonischek braucht man eigentlich nicht vorzustellen. Der Schauspielgigant, heute im Film ebenso wie am Burgtheater und auf zahlreichen weiteren Bühnen höchst präsent, erhielt seine Ausbildung an der Kunstuniversität seiner Geburtsstadt Graz.


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