Klassik

Psalm 2015 - Am Ende der Zeit


Sind es Engel oder Teufel, die den Menschen am Ende der Zeit erwarten? Im STALAG VIIIA der Wehrmacht bei Görlitz entwarf der junge französische Kriegsgefangene Olivier Messiaen im Januar 1941 seine Vision des „Engels, der das Ende der Zeit verkündet“. 400 der 40.000 gefangenen Franzosen lauschten in geflickten Uniformen gebannt den Regenbogen aus komponiertem Licht, die ihr katholischer Kamerad über ihnen ausbreitete. Die Traumata des Ersten Weltkriegs hat der Russe Stravinsky als märchenhafte Parabel vom Teufel und einem Soldaten verarbeitet. Die Armenier Komitas und Aram Khatschaturjan steuern dazwischen milde, erdgebundene Gesänge ihrer Heimat bei.

Programm:
Igor Stravinsky: L‘Histoire du soldat (Triofassung)
Komitas: Miniaturen
Aram Khatschaturjan: Trio für Klarinette, Violine und Klavier
Olivier Messiaen: Quatuor pour la fin du temps

Mitwirkende:
Daniel Ottensamer, Klarinette
Chouchane Siranossian, Violine
Astrig Siranossian, Violoncello
Christoph Traxler, Klavier

Zu einem besonderen Quartett formieren sich für dieses PSALM-Programm Daniel Ottensamer, Soloklarinettist der Wiener Philharmoniker und Mitglied von „The Philharmonics“, die armenisch-französischen Schwestern Chouchane und Astrig Siranossian, die sowohl in der Barockmusik wie in der Moderne weltweit an Geige und Violoncello reüssieren, und Christoph Traxler, einer der vielseitigsten jungen Pianisten Österreichs.


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