Theater

Projekttheater: Foxfinder - Zeit der Füchse


Das Projekttheater Vorarlberg präsentiert die österreichische Erstaufführung von FOXFINDER von Dawn King. In ihrem preisgekrönten Stück zeichnet die britische Autorin eine raffiniert-groteske Parabel auf den Überwachungsstaat.

Eine aberwitzige Ausgangssituation, überzeichnete Figuren und pointierte Stakkato-Dialoge machen Foxfinder zu einem Stück wie gemacht für das Ensemble des Projekttheaters.

Das Stück
Den Menschen geht es schlecht. Wirtschaftliche Schwierigkeiten und Missernte sorgen für Unmut und Verzweiflung in einer ländlichen Gegend, irgendwo in England. Ein Feindbild muss her. Im Stück von Dawn King ist es der Fuchs, der nicht nur fürs Gänse stehlen, sondern für alles Böse verantwortlich gemacht wird.

Der Fuchs verseucht die Bauernhöfe, beeinflusst das Wetter, manipuliert Träume und Verstand und tötet unschuldige Kinder – predigt der staatliche beauftragte „Foxfinder“ William Bloor (gespielt von Rafael Schuchter). Er platzt in die Welt des Ehepaars Samuel (Marc Fischer) und Judith Covey (Martina Spitzer) und der Nachbarin Sarah (Maria Hofstätter). Das Ehepaar Covey, geschockt vom plötzlichen Tod des Sohnes und verzweifelt wegen der schlechten Ernte, wird zur Zielscheibe des Foxfinders. Schuld an allem Elend muss der Fuchs sein, der Todfeind der Menschen, daran gibt es für Bloor keinen Zweifel.

Die Besessenheit des ominösen Foxfinders destabilisiert schnell das soziale Dorfgefüge und führt zu Misstrauen, das im gegenseitigen Verrat der befreundeten Höfe gipfelt. Den unschuldigen Samuel treiben die Geschehnisse zunehmend in den Wahnsinn…


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