Kunstausstellung

Preis der Kunsthalle Wien 2019: Nina Vobruba & Malte Zander


Ausgehend von den Themen ihrer mit dem Preis der Kunsthalle Wien 2019 ausgezeichneten Diplomarbeiten haben Nina Vobruba (Akademie der bildenden Künste Wien) und Malte Zander (Universität für angewandte Kunst Wien) für die Ausstellung umfassende Erweiterungen ihrer Projekte entwickelt.

Mit der installativen Assemblage nest bau reflektiert Nina Vobruba den Wandlungsprozess eines real existierenden baulichen und sozialen Gefüges: Das Areal einer ehemaligen Militärkaserne wird seit 2017 als selbstverwalteter Lebensraum für über 70 Menschen im Alter von 1-77 Jahren bespielt. Gemeinsam wird in der „Zukunftswirkstatt Fehring“ ein kulturell und ökonomisch alternativer Alltagsraum geformt, der im Kontext dringlicher globaler Fragen zu beleuchten ist. Vobrubas nest bau besteht dementsprechend primär aus in sich runden Einheiten, die in einem Bezugssystem zueinander stehen und gleichzeitig offene Prozesse markieren, die keinen statischen Endpunkt erreichen.

In seiner Installation Languor inszeniert Malte Zander eine Projektion aus vermeintlich gefundenem Filmmaterial, das Bilder eines offenbar fluchtartig verlassenen Filmsets enthält. Ein Begleittext erzählt die Geschichte einer Gruppe von Jugendlichen auf der Suche nach einem mysteriösen Untergrund-Kino – dem möglichen Ursprung dieser Bilder. Der Film spielt an mehreren, allgemein unbekannten Drehorten, über deren fiktionalen Charakter sowie spezielle Aufnahme- und Schnitttechniken ein Spannungsverhältnis zwischen der Realität des Filmsets und dem Filmset als Produktionsort für Traum- und Kunstwelten aufgebaut wird. Was ist Wirklichkeit, wie wird Wirklichkeit konstruiert, wie wird sie wahrgenommen?

Eröffnung:
28/11 2019, 19:00
Eintritt frei!

Kurator: Lucas Gehrmann

Veranstaltungsort:
Kunsthalle Wien Museumsquartier
Museumsplatz 1
1070 Wien


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