Literatur

Präsentation der Lichtungen


Gespräch & Lesung mit Achlâm Bischarât (Ramallah, Palästina) und Hartmut Fähndrich (Bern)

Präsentation des Kunstteils:
Werner Fenz im Gespräch mit Roswitha Weingrill (Wien)

Die arabische Literatur ist eine neue und moderne Literatur mit einer alten Geschichte. Neu ist diese Literatur, weil sie ihre ersten Schritte erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts machte und dann im 20. Jahrhundert – in verschiedenen Ländern unterschiedlich intensiv – die Genres entwickelte, die das internationale Schreiben heute bestimmen: Roman, Kurzgeschichte, Poesie und Drama. Gleichzeitig erfüllt diese Literatur, bei der man eher von LiteraturEN sprechen sollte, eine Aufgabe, die sie überall hat: Seismograf zu sein für das Denken und das Erleben, für die Hoffnungen, die Erwartungen, die Befürchtungen der Menschen, aus deren Umfeld der Autor oder die Autorin stammt.
Dieses literarische Schaffen hat in der arabischen Welt jedoch eine Geschichte, die ins 7. oder 8. Jahrhundert n. Chr. zurückreicht und für die sich heutige Autoren und Autorinnen unterschiedlich intensiv interessieren – oft auch gar nicht –, die ihnen aber als kulturelles Erbe inhaltlich und sprachlich bekannt ist, wie uns Grimmelshausen und Lessing aus dem 17. bzw. 18. Jahrhundert(!). Sie ist ihnen Last oder Lust. Tradition und Moderne lassen sich hier also nicht getrennt lesen und werden miteinander konfrontiert. Das macht diese Literatur so komplex und so spannend.


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