Jazz

Porgy & Bess zu Gast am Hundsturm: JIM


Renald Deppe, Veranstalter der Strenge Kammer-Reihe Lost & Found stellt JIM vor.

Alone Together: Zum großen Finale der Portrait Serie „Lost & Found zu Gast im Theater am Hundsturm“ präsentiert sich das JIM: Institut für Jazz & improvisierte Musik der Anton Bruckner Privat Universität Linz. Inmitten einer trost-, visions-, ideen- und hoffnungslosen Kulturpolitik, verantwortet von einer illustren Schar an- und vorgeblich sozialdemokratisch gesinnter Stadtgewaltigen, blüht und gedeiht hier vor Ort so manches. Vielleicht und gerade auch deswegen…

Denn das Werbemotto der voestalpinen Donaustadt ist mit Bestimmtheit nur zum Teil richtig, welches da stolz kündet: „Linz_verändert…“. Nein: es sind (auch und besonders) jene kunstkulturellen Köpfe, Augen, Münder, Nasen und Seelen, welche den Köpfen, Augen, Mündern, Nasen und Mägen vieler triststupider „Leistungsträger“ jener unverschämt enthemmt agierenden Stadtgewalt immer wieder stolztrotzheftig Parole bieten und somit Mensch und Tier und Haus und Hof im verlinzten Stadt-, Land- und Flussgebiet nachhaltig verändern…: das hat sozialdemokratische Tradition: Chapeau!

Seit geraumer Zeit beglückt das JIM den austriakischen Konzertbetrieb mit einer Vielzahl von handwerklich/künstlerisch exzellent ausgebildeten Quer- und Freigeistern. Viele der jungen Turmhunde und -hündinnen auf dieser ab nun für die OhrenÖffentlichkeit leider wieder geschlossenen Bühne besuch(t)en besagtes erfolg- und folgenreiche Institut unserer ansonsten zumeist hauptsächlich „altehrwürdigen“ BrucknerUni. Und all diese wunderbaren jungmusikalischen WeggefährtInnen scheinen die Ratschläge des damals schon todkranken Steve Jobs, CEO und Gründer von Apple Computer and of Pixar Animation Studios, zu kennen, zu beherzigen und wohl reflektiert umzusetzen. Wünsche, Lebenserfahrungen: Geäussert am Ende einer Rede bei der Abschlussfeier für Studenten der Stanford-Universität am 12. Juni 2005: „(…) Eure Zeit ist begrenzt, vergeudet die Zeit nicht, indem ihr das Leben anderer lebt. Tappt nicht in die Falle von Dogmen, das wäre ein Leben nach dem Denken anderer Leute. Lasst den Lärm der anderen Meinungen nicht eure innere Stimme übertönen. Und wichtig: Habt den Mut, eurem eigenen Herzen und Eingebungen zu folgen. Sie wissen irgendwie bereits, was ihr wirklich werden möchtet. Alles andere ist zweitrangig. Bleibt hungrig, bleibt unangepasst.“

Herzlich Willkommen zu einem mutigen Konzert, bei welchem besonders letztere Seltenheit erfrischend deutlich zu Hören/Spüren sein wird: BLEIBT UNANGEPASST!

solo: philipp rist : klavier, electronics

duo:
tomas novak : geige, stimme
paul schuberth : accordeon

trio:
stepan flagar : tenor sax
martin kocian : kontrabass
michael wierzgon : drums

www.bruckneruni.at/Institute/Jazz-und-improvisierte-Musik

(Lost & Found: directed by Renald Deppe)


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