Theater

Poor Rich Europe


Ein dokumentarisches Theaterprojekt über soziale Ungleichheit.

Armes Reiches Europa: Die Kluft zwischen Arm und Reich wird immer größer – nicht nur in Europa, sondern weltweit. Gleichzeitig formiert sich die Festung Europa, um mit einer hochgerüsteten Außengrenze Flüchtende fern zu halten. Das Europäische Projekt sieht sich im Kern seines demokratischen Selbstverständnisses herausgefordert wie wahrscheinlich seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges nicht mehr. Das dokumentarische Theater-Projekt „Armes Reiches Europa“ untersucht konkrete Erfahrungen junger Europäer*innen mit sozialer Ungleichheit. Was bedeutet es reich oder arm zu sein? Wie gehen die Menschen mit den differierenden historischen Erfahrungen im Osten und Westen, Norden und Süden Europas um?

21 Theater-Studierende aus 10 europäischen Ländern haben in den letzten Wochen in Salzburg auf der Grundlage ihrer lokalen Recherchen eine Inszenierung erarbeitet. Sie erzählen von ihren Familien und Freunden, von den armen und reichen Vierteln ihrer Städte. Sie berichten von Migrationserfahrungen und von Gentrifizierungsprozessen in Madrid, Brüssel und Salzburg, vom Verstummen der Menschen in Helsinki, vom Reichtum in Oslo, von Obdachlosigkeit in München, vom Selbstverständnis der Berner Oberschicht, von der Emigration aus Polen und von jüngsten Studierenden-Protesten in Warschau, von streikenden Hebammen in Lettland, vom Leiden der Menschen in Athen ... Die unterschiedlichen Erfahrungen und Stimmen versammeln sich zu einem Abend, der zugleich die Suche einer Generation junger Theatermacher*innen nach einem Europäischen „common ground“ beschreibt.

Volker Lösch gehört zu den profiliertesten Regisseuren des Gegenwartstheaters und hat bisher über 80 Inszenierungen realisiert (davon 2 Opern), u. a. an den Theatern in Basel, Berlin, Bonn, Bremen, Dresden, Düsseldorf, Essen, Graz, Hamburg, Leipzig, Montevideo, Stuttgart, Wien und Zürich. Er arbeitet in seinen Inszenierungen häufig mit Profis des jeweiligen Schauspielensembles und Vetreter*innen von unterschiedlichen sozialen Gruppen. Von 2005 bis 2013 war er Hausregisseur und Mitglied der künstlerischen Leitung am Staatstheater Stuttgart. 2006 wurde Volker Lösch für den deutschen Theaterpreis „Faust“ nominiert, 2009 zum Berliner Theatertreffen eingeladen. 2013 hat er den renommierten Lessingpreis des Landes Sachsen erhalten. Neben seiner Theaterarbeit unterrichtet er an Theaterhochschulen im In- und Ausland. Am Mozarteum lehrt er regelmäßig bereits seit 2010.

in Englischer Sprache/in Englisch language

von und mit/by and with:
Vivild Berg, Giovanni Brand, Oscar Briou, Josete Corral, Ieva Džindža, Jannik Görger, Eva Lucia Grieser, Deniz Kaya, Agata Koszulińska, Thanasis Kritsakis, Evalinde Lammers, Sara Larsson, Pamela Leończyk, Luiza Monteiro, Kasia Obidzińska, Kaisa Ritola, Camila Rosa, Edith Saldanha, Anna Stein, Iman Tekle, Anna Złomańczuk
aus/from: Brüssel, Helsinki, Maastricht, Madrid, München, Oslo, Riga, Salzburg, Thessaloniki und Warschau

Regie/directors: Volker Lösch and Oscar Briou, Josete Corral, Ieva Dzindza, Agata Koszulińska, Thanasis Kritsakis, Pamela Leończyk, Camila Rosa
Dramaturgie/dramaturgy: Christoph Lepschy
Bühne und Kostüme/stage and costumes: Theresa Gregor
Produktionsassistenz, Inspizienz/production assistant, stage manager: Mattia Meier
Ausstattungsassistenz/stage and costume assistance: Stephanie Därr, Yvonne Schäfer


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