Vortrag · Theater

Podiumsdiskussion - Theater und Übergriff


Möglichkeiten und Grenzen der Darstellbarkeit von innerfamiliärem sexuellem Missbrauch Eine Veranstaltung von KosmosTheater, Theater Drachengasse, 20000frauen, Österreichischer Frauenring und Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser

Podium: Lilly Axster, Mitarbeiterin des Vereins SELBSTLAUT gegen sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen, Dramatikerin und Schauspielerin | Christa Pölzlbauer, Psychotherapeutin | Katrin Schurich, Theater Drachengasse | Barbara Steiner, Rechtsanwältin | Tanja Witzmann, Regisseurin

Moderation: Maria Rösslhumer, Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser

Sowohl im KosmosTheater als auch im Theater Drachengasse wird jeweils ein Stück der Schweizer Dramatikerin Katja Brunner (*1991) gezeigt: „die hölle ist auch nur eine sauna“ im KosmosTheater und „von den beinen zu kurz“ im Theater Drachengasse. Während früher Theaterstücke zum Thema stark auf die Täter-Opfer Beziehung fokussiert waren, öffnet Katja Brunner in ihren Stücken den Blick auf das familiäre Umfeld und findet eine Sprache für Aspekte des Missbrauchs, die im Theater noch ungehört sind.

Steckt Missbrauch tiefer in unserer Kultur als wir glauben? Wie gestalten sich die Zusammenhänge von Macht und Gewalt? Welche Mechanismen verhindern, dass sie zutage kommen? Wie passiert Manipulation und Abhängigkeit? Warum versuchen wir diese Themen auf „Spezialfälle/ Monsterfälle“ zu externalisieren, die eigentlich strukturell bedingt sind? Wer oder was bedient diese Strukturen? Diese und andere Fragen stellt Katja Brunner in ihren Stücken und lässt ihre Figuren genau deswegen „zur Sprache kommen“. „Sprache ist die letzte Bluse / das letzte Hemd, das wir haben.“ Also setzen wir uns „in Diskussion“!


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