Theater

Please, Continue (Hamlet)


Please, Continue (Hamlet) vermischt Shakespeares Tragödie mit einem realen Fall, der sich vor wenigen Jahren in Marseille zugetragen hat. Während einer Hochzeitsfeier in einem Arbeitervorort ersticht ein junger Mann den Vater seiner Freundin. Beinahe drei Jahre später kommt es zum Prozess.

Die Anklage lautet: Mord. Angeklagt ist Hamlet. Er spricht von einem Unfall. Die Klägerin, seine Exfreundin Ophelia, bezichtigt ihn der vorsätzlichen Tötung ihres Vaters Polonius. Hamlets Mutter Gertrud ist als Zeugin geladen. Neu verhandelt wird einer der berühmtesten Mordfälle der Literaturgeschichte. Ein Prozess um Sein oder Nichtsein, um Wirklichkeit und Schein. Sind wir im Theater oder in einem Gerichtssaal?

Hamlet, Ophelia und Gertrud sind Schauspieler. Für die anwesenden Richter, Anwälte, Psychiater und Gerichtsdiener tut dies nichts zur Sache. Sie kommen aus ihrem Berufsalltag auf die Bühne, spielen das, was sie in der Realität sind: Richter, Anwälte, Psychiater und Gerichtsdiener. Die Rolle der Geschworenen übernimmt das Publikum. Der Ausgang der Verhandlung ist jeden Abend offen.

Yan Duyvendak und Roger Bernat konfrontieren uns mit den Spielregeln der Gerichtsbarkeit, sie zeigen, wie unvorhersehbar und zufällig Rechtsprechung sein kann, wie subjektiv Urteile gefällt werden. Schuld- oder Freispruch.

Dauer: 3 Std., 2 Pausen

Publikumsgespräch am 8. Juni, im Anschluss an die Vorstellung.

Konzept Yan Duyvendak, Roger Bernat
Bühne in Zusammenarbeit mit Sylvie Kleiber
Produktion und Vertrieb Nataly Sugnaux Hernandez
Administration Catherine Cuany
Kommunikation Ana-Belen Torreblanca
Technik Gaël Grivet

Mit drei Schauspielern und einem Richter, zwei Rechtsanwälten, einem Staatsanwalt, einem Psychiater, einem Gerichtsdiener (Vertreter der österreichischen Justiz und Rechtsanwaltschaft)

Hamlet Thiemo Strutzenberger
Ophelia Julia Jelinek
Gertrud Susi Stach


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