Kunstausstellung

Pipilotti Rist


Im Frühjahr 2015 widmet die Kunsthalle Krems der berühmtesten Schweizer Medienkünstlerin Pipilotti Rist eine ihrer bisher größten Einzelausstellungen. Die präsentierten Werke aus rund 30 Schaffensjahren ermöglichen einen einzigartigen Einblick in ihr betörendes Universum bewegter wie emotional bewegender Bilder.

Beginnend mit ihren frühen Videoarbeiten, wie „I’m Not the Girl Who Misses Much“ von 1986, über ihre bekanntesten Werke wie „Ever Is Over All“ von 1997 bis hin zu ihren aktuellsten Videoinstallationen, verfolgt die Ausstellung die Genese von Pipilotti Rists Arbeiten, die herrschende Blickregime, gängige Körperbilder und Geschlechterrollen ebenso wie das Verhältnis von Natur und Kultur kritisch reflektieren.

Gleichzeitig zeigen die präsentierten Arbeiten das Bestreben der Künstlerin auf, eine alternative Form der Filmwahrnehmung zu etablieren, die eine umfassende sinnliche Erfahrung ermöglicht. Insbesondere ihre raumgreifenden audiovisuellen Installationen – darunter etwa „Sip My Ocean“ (1996) oder „Homo Sapiens Sapiens“ (2005) – regen zur bewussten Aktivierung des persönlichen Körperempfindens an. Sie brechen mit der distanzierten Blickposition der BetrachterInnen, indem sie dazu auffordern, über ein auf den Boden projiziertes Bild zu laufen oder die Videos liegend anzusehen, die BesucherInnen zur Projektionsfläche ihrer betörenden Fantasiewelten machen oder ein Ambiente schaffen, in das die Künstlerin das Publikum vollständig eintauchen lässt.

So offenbart die Ausstellung Pipilotti Rists Œuvre als intensive Reflexion auf das Medium des Bildes, welche jedoch nie die Lust, den Genuss und das persönliche Körperempfinden in seiner Betrachtung außer Acht lässt.

KuratorInnen: Stephanie Damianitsch, Hans-Peter Wipplinger

In Zusammenarbeit mit der Kunsthalle Krems entstehen im Rahmen der raumgreifenden Videoinstallationen der Künstlerin Pipilotti Rist zwei performative Kooperationen mit ihren KünstlerfreundInnen Eugénie Rebetez und Hans Platzgumer


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