Theater

Philippe Quesne - Farm Fatale


Der französische Künstler Philippe Quesne – bekannt für seine erfinderischen Bühnenbilder – hat einen ebenso aktivistischen wie traurigen, sanften wie katastrophischen, ironischen wie magischen Theaterabend geschaffen.

Fünf Vogelscheuchen vermissen die Vögel. Die gibt es nicht mehr. Arbeitslos geworden, beschäftigen sie sich mit Radiomachen und diskutieren gemeinsam über mögliche nächste Ausstrahlungen. Eine Reportage über genmanipulierte Karotten, eine Sendung über Grausamkeit oder stattdessen doch lieber den mit Spritzmittel die Erde verseuchenden Nachbarn verscheuchen? Der französische Künstler Philippe Quesne – bekannt für seine erfinderischen Bühnenbilder – hat einen ebenso aktivistischen wie traurigen, sanften wie katastrophischen, ironischen wie magischen Theaterabend geschaffen. Im künstlichen Setting eines weißen Bühnenraums liegen Strohballen wie Requisiten einer längst vergangenen Zeit. Unserer Zeit. In der posthumanen Zukunft von Farm Fatale kommen Vogelstimmen nur noch als Toneinspielungen vor. Mit der naiven Schönheit und plakativen Unschuld dieser Aufnahmen setzt ein vergebliches Heimweh nach intakten Landschaften ein. Aktuelle ökologische und politische Themen als feine Poesie.

Konzept, Bühne, Kostüme, Regie Philippe Quesne
Mit
Léo Gobin, Stefan Merki, Damian Rebgetz, Julia Riedler, Gaëtan Vourc'h


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