Tanz · Theater

Philipp Gehmacher - The Slowest Urgency


Es klingt paradox, wenn Philipp Gehmacher sein neues Stück The Slowest Urgency nennt. Mit diesem Titel verbindet der international erfolgreiche Tänzer, Choreograf und bildende Künstler zwei scheinbare Gegensätze. Dringlichkeit impliziert Aktualität, von der ein Mensch absorbiert wird. Doch woher kommt diese Dringlichkeit?

Wie macht sie sich fest und breitet sich aus? Entspricht sie eigenen Bedürfnissen oder wird sie von äußeren Faktoren gelenkt? Gehmacher befragt dieses Eintauchen ins Jetzt und imaginiert genaue Betrachtung und Zurückhaltung als eine Möglichkeit, mit Ereignissen in Kontakt zu treten. Für ihn, der seit 20 Jahren sein beispielloses Bewegungsvokabular vor allem in offenen Räumen oder Museen verortet, stehen diese Überlegungen auch in Verbindung mit der Guckkastenbühne.

Müssen wir eintauchen, um etwas zu erkennen? Was kann der Blick in den Bühnenraum heute? Wie geht Begreifen? Gehmachers Markenzeichen, die in der Luft wie Fragezeichen stehenden Arme, zeugen von diesen Rätseln. Für sein neuestes Stück reflektiert der Künstler seine choreografische Praxis, testet und teilt seine Sprache mit einer neuen Generation von Tänzer*innen.

Choreografie, Raum, Text Philipp Gehmacher
Performance, Text Martin Hansen, Andrew Hardwidge, Andrius Mulokas, Roni Katz


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