Klassik

Philharmonia Orchestra


Für den Chefdirigenten des britischen Philharmonia Orchestra, Esa-Pekka Salonen, ist die Musik Igor Strawinskis eine Herzensangelegenheit.

Wenn das Orchester mit seiner wechselhaften Geschichte in der kommenden Saison sein 70-Jahr-Jubiläum feiert, so tut es dies mit einer Reise durch Strawinskis Werk unter dem Titel «Mythen und Rituale». Bereits bei seinem Gastspiel im Rahmen des 37. Internationalen Musikfest ist das Philharmonia Orchestra mit der ungekürzten Version des berühmten Balletts «L'oiseau de feu», dem «Feuervogel» zu erleben. Salonen weiß um die Kraft des energiegeladenen Dämonen-Spektakels. Der Dirigent ist für seine ungestüme Lesart Strawinskis berühmt, wobei er vermag, Durchsichtigkeit und Farbigkeit der Klänge auch im wüsten Orchestersturm aufrecht zu erhalten. So kann sich der Feuervogel zu seinem faszinierenden Tanz um den Prinzen erheben; so donnert der Höllentanz an den Grenzen der Dynamik rüttelnd.

Der erste Teil des Gastspiels allerdings ist der Musik Maurice Ravels gewidmet. Pierre-Laurent Aimard ist der Solist in Ravels «Konzert für die linke Hand», einer Auftragskomposition für den österreichischen Pianisten Paul Wittgenstein, der im Ersten Weltkrieg seinen rechten Arm verloren hatte. Auch an Pianisten, denen beide Arme zur Verfügung stehen, stellt das virtuose einsätzige Werk hohe Ansprüche.

Programm

Maurice Ravel

Pavane pour une infante défunte (Fassung für Orchester) (1899/1910)

Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 D-Dur «Klavierkonzert für die linke Hand» (1929-1931)






Igor Strawinski

L'oiseau de feu. Ballett in zwei Bildern mit Introduktion (1909-1910)


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