Literatur

Peter Zimmermann - Aus dem Leben der infamen Menschen


Kurt und Rudi haben das Überleben im Krieg gelernt. In der Zeit danach lernen sie auch noch das erfolgreiche Geschäftemachen. Ein Roman über eine Familie und eine grandiose Geschichte über Menschen, die sich ungeachtet der moralischen Dimensionen für ihren Vorteil entscheiden.

Kurt Fauland und Rudi Mosgöller sind Freunde und Soldaten im Zweiten Weltkrieg. Sie träumen vom schnellen Geld, wenn nötig auch durch krumme Geschäfte. Ihr Kommandant Eisenmenger macht es ihnen vor – er betreibt illegalen Morphiumhandel und verdient sich damit eine goldene Nase. Dann ist der Krieg aus, und Kurt und Rudi wollen durchstarten. Sie werden Schieber, Erpresser, Rudi verliert ein Bein und Kurt steigt auf zum Rotlicht- und Schwarzmarktkönig.

Dieser Roman erzählt die Geschichte einer Familie dreier Generationen, in der sich Aufstieg, Hochblüte und Niedergang einer bürgerlichen Gesellschaft spiegeln: proletarische Herkunft, Gewalterfahrung im Krieg, von der Kleinkriminalität bis zum organisierten Verbrechen in der Zeit nach 1945. Dann die Verbürgerlichung, der Aufstieg zur einflussreichen Kraft in Wirtschaft und Politik. All das wird nicht als großes Panorama entworfen, sondern von den wichtigsten Figuren erzählt: Das Große zeigt sich im Kleinen.

Peter Zimmermann, geb. 1961 in Villach. Nach dem Studium der Theaterwissenschaften und Germanistik in Wien Regie- und Dramaturgieassistent u. a. am Burgtheater und am Volkstheater. Seit 1986 journalistische Arbeiten für zahlreiche österreichische und deutsche Medien. Seit 1990 ist Zimmermann als Feature- und Kulturredakteur beim ORF/Hörfunk beschäftigt, wo er seit 2002 die Büchersendung „Ex libris“ leitet.


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