Literatur

Peter Strasser - Spenglers Visionen - Hundert Jahre Untergang des Abendlandes


Moderation: Thomas Macho (IFK Wien).

1918 erschien im Wiener Traditionsverlag Braumüller der erste Band von Oswald Spenglers "Der Untergang des Abendlandes". Das Buch machte augenblicklich Furore. Prophetisch mutete die Diagnose universaler Friedlosigkeit an: „Menschengeschichte ist Kriegsgeschichte.“ Der scharfe Blick auf Misere und Ödnis jener Zivilisation, wie sie sich nach dem 1. Weltkrieg abzeichnete, blieb unübertroffen. Doch Spenglers Werk ist auch voller Irrtümer.

Missbilligung des liberalen Charakters, der demokratischen Gesittung und eines Lebens ohne Furcht führt zum Missverstehen westlicher Werte. Heute gründet Spenglers Aktualität vornehmlich im Gedankengut neurechter Bewegungen. Man versammelt sich wieder „unter der Fahne“, bereit zum Kampf gegen alles „Fremde“. Demgegenüber will die vorliegende Studie dem Denker des Untergangs gerecht werden. Dieser darf getrost – und gegen seine Absicht – als Mahner vor dem „Raubtier Mensch“ gelesen werden.

Peter Strasser, geboren 1950, Professor für Philosophie an der Uni Graz. Zuletzt bei Braumüller: "Achtung Achtsamkeit!" (2016) und "Spenglers Visionen" (2018).


Vergangene Termine

  • Di., 08.05.2018

    19:00 - 21:00

    Eintrittspreise: € 6,- Vollpreis bzw. € 4,- ermäßigt.
    Kartenreservierungen: www.literaturhaus-graz.at (bei der jeweiligen Veranstaltung) oder Kartentelefon +43 (0)676 6710166 (Band).

    Dieser Termin hat bereits stattgefunden.