Literatur

Peter Rosei - Wien Metropolis


Peter Rosei liest aus „Wien Metropolis“

Moderation: Daniela Bartens.

„Er hatte einfach begriffen, dass die Ära des Eigenen vorbei war. Was du brauchen kannst, das nimmst du dir“, heißt es im zentralen ersten Band von Roseis Wiener Dateien, der von der unmittelbaren Nachkriegszeit bis in die Kreisky-Ära, vom gründerzeitlichen Historismus mit seinen falschen Propheten bis zum Post-Histoire der verlorenen Söhne anhand eines dicht gewebten Beziehungsgeflechts von durch die Zeitläufe Versehrten, Glücksrittern und Geldadel, (Lebens-)Künstlern und Kapitalisten die globale Ökonomisierung aller Lebensverhältnisse im Schmelztiegel Wien nachbildet.

„Ein atmosphärisch dichtes, lustvoll erzähltes Stück Prosa, Porträt einer Stadt, in der alles käuflich und nichts heilig ist …“ (Residenz Verlag)

Peter Rosei, *1946 in Wien. Studium der Rechte in Wien, seit 1972 freier Schriftsteller und Verfasser von Romanen, Hörspielen, Essays, Übersetzungen, Gedichtbänden, Theaterstücken. Von 1975 bis 1981 Aufenthalt in Salzburg. Seit 1981 lebt Peter Rosei wieder in Wien. Mehrere ausgedehnte Reisen. Zahlreiche Preise und Auszeichnungen, u. a. Franz-Kafka-Preis 1993, Anton-Wildgans-Preis 1999 und das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 2007. Neuere Publikationen: Wien Metropolis. Roman (2005); Die sog. Unsterblichkeit. Kleine Schriften (2006); Österreichs Größe, Österreichs Stolz. Ideentheater (2008); Das große Töten. Roman (2009).


Vergangene Termine