Kunstausstellung

Peter Rosei - Immer wieder alles aufs Spiel setzen


Die Wienbibliothek im Rathaus nimmt Peter Roseis 70. Geburtstag zum Anlass, um einen Einblick in die schriftstellerische Arbeit von einem der produktivsten österreichischen Gegenwartsautoren zu geben.

Dafür liegt mit dem 35 Archivboxen umfassenden "Vorlass Peter Rosei", der 2010 erworben wurde, ein reicher Fundus von Werkmanuskripten und Korrespondenzen bereit.

"Immer wieder alles aufs Spiel setzen" ist eine von vielen Maximen, die sich in Roseis Notizen und Essays über die künstlerische Tätigkeit finden. Sie ist wohl auch die grundlegendste: ein Aufruf zu fortgesetzter Risikobereitschaft im Denken und Schreiben, um sich gegen die drohende Selbstzufriedenheit, die "faule Freude am Gelungenen", zu wappnen. Nicht alles, aber doch einiges setzte der damals 26-jährige Jurist Peter Rosei aufs Spiel, als er seine Stelle als Geschäftsführer eines Verlags aufgab und freier Schriftsteller wurde. Seit dem Buchdebüt "Landstriche" (1972) wächst seine Publikationsliste um durchschnittlich ein bis zwei Buchtitel pro Jahr, die vor allem beim Residenz-Verlag und bei Klett-Cotta erschienen sind. Der Schwerpunkt seines Schaffens liegt dabei auf der erzählenden Prosa. Rosei widmete sich aber auch eingehend der Lyrik, Dramatik und Essayistik.


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