Kunstausstellung

Sebastiano Sing. Disco Desires


Hot bodies.
Thrilling beats.
Sweaty nights.
Flirty needs.

Are you ready for Disco?

Ein bekanntes Nightlife-Szenario – doch Disco ist viel mehr: Disco – abgekürzt für „discordant couple“ – steht ebenso für ein Paar, in dem ein/e PartnerIn HIV-positiv und ein/e PartnerIn HIV-negativ ist. Vor allem auf Sex-Dating-Apps wird man häufig mit der Frage „Are you clean?“ konfrontiert, welche Auskunft über sexuell übertragbare Krankheiten geben soll. Das Wort „clean“ impliziert dabei die Existenz des Gegenteils – nämlich „dirty“ oder „unclean“ –, das vor allem Menschen meint, die HIV-positiv sind und damit automatisch eine Stigmatisierung erfahren.

Von diesem diskriminierenden Sprachakt ausgehend spielt der Performancekünstler Sebastiano Sing, der selbst HIV-positiv ist, in seiner Arbeit DISCO DESIRES mit der Frage, wie Intimität zwischen einem „clean body“ und einem „unclean body“ aussehen kann, und stellt gemeinsam mit seinem Partner Robyn/Hugo Le Brigand die eigene Sinnlichkeit dem Phänomen des HIV-Shaming entgegen.

Sebastiano Sing, geboren 1988 in Tegernsee, Deutschland; lebt und arbeitet in Wien | 2013–2018 Akademie der bildenden Künste Wien, Performative Kunst bei Carola Dertnig.






ERÖFFNUNG
Mittwoch, 19. Februar 2020 | 18.30 Uhr + + LIVE-PERFORMANCE: Sebastiano Sing und Robyn/Hugo Le Brigand + +


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