Diverses · Theater

Peter Huemer im Gespräch mit Harald Schmid


Als sich Harald Schmidt am 13. März 2014 in seiner Late-Night-Show zum letzten Mal am Bildschirm verabschiedete, sagte es zum Schluss: „Das war´s, danke schön, phantastische 19 Jahre.“ Und „Der Spiegel“ schrieb zum Abschied: „so viele doppelte Bedeutungsebenen und Bezugswirbel wie bei Schmidt gab es nirgendwo sonst im deutschen Fernsehen. Eierköpfig genug konnte es gar nicht zugehen“ und: Schmidt werde uns „sehr fehlen“. Das stimmt. Er fehlt sehr.

Harald Schmidt, geboren 1957, wuchs in katholischer Familie auf, wurde Organist und Kirchenmusiker, dann Schauspieler und Kabarettist und ging 1985 erstmals mit eigenem Soloprogramm auf Tournee, weitere folgten. Fernseherfahrung sammelte Schmidt ab 1988 bei der ARD in verschiedenen Formaten, bis er im Dezember 1995 bei Sat.1 seine eigene Sendung bekam: die Harald Schmidt Show. Das ging bis Dezember 2003 und ein Jahr später kehrte er zur ARD zurück.
In der Zwischenzeit hatte Schmidt unter starker Beachtung der Medien auch wieder Theater gespielt, unter anderem den Diener Lucky in Becketts „Warten auf Godot“. Dann kam ab 2011 noch einmal Sat.1 und am Ende der Pay-TV-Sender Sky. Am 13. März 2014 war Schluss und Harald Schmidt hatte für diesen Fall schon zuvor angekündigt, er wolle sich danach endgültig aus dem Fernsehgeschäft zurückziehen. Und nun kommt er nach Wien für dieses Gespräch.

Harald Schmidt hat, beginnend mit dem Salzburger Stier 1986 als „Bester deutscher Nachwuchskabarettist“, zahllose Auszeichnungen erhalten, unter anderem den „Preis der beleidigten Zuschauer“ – seine Witze konnten zuweilen recht beleidigend sein – und ist seit 2013 Ritter der Ehrenlegion. Der Schweizer Journalist Yves Bossart hat Schmidt zum Abschied als „Zyniker der alten Schule“ bezeichnet mit „Spott, Ironie, geistreichem Witz und verstörender Absurdität“. Peter Huemer spricht mit Harald Schmidt über das Fernsehen und das Leben.


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