Vortrag · Theater

Peter Huemer im Gespräch mit Gregory Gysi


Was wäre Die Linke ohne Gregor Gysi, den Vorsitzenden ihrer Parlamentsfraktion im Deutschen Bundestag? Der brillante Intellektuelle, der nach der Bundestagswahl 2013 zum besten Redner des Wahlkampfs gewählt worden war, ist einer der prominentesten Politiker der Bundesrepublik Deutschland und unglaublich wichtig für seine eigene Partei. Er wurde 2005, 2009 und 2013 jeweils mit einem Direktmandat in den Bundestag gewählt.

Gregor Gysi, geboren 1948 in Berlin – seine Eltern hatten im Widerstand gegen den Nationalsozialismus gekämpft -, war ab 1971 einer der wenigen freien Rechtsanwälte in der DDR und verteidigte prominente Dissidenten wie Robert Havemann, Bärbel Bohley und andere. Gegen den damit verbundenen wiederkehrenden Vorwurf, er habe zur selben Zeit als Informant mit der Stasi zusammengearbeitet, hat sich Gysi bisher juristisch erfolgreich zur Wehr gesetzt.
Seine politische Karriere begann nach dem Fall der Mauer als Vorsitzender der PDS (Partei des Demokratischen Sozialismus), die anfangs noch SED–PDS hieß und aus der DDR-Staatspartei SED hervorgegangen war und dort auch ihre Wähler hatte. Es war nicht zuletzt Gysis Verdienst, dass sich die Partei vom Gestank der kommunistischen Diktatur soweit befreien konnte, dass sie nach einem Fusionsprozess 2007 und der Umbenennung in Die Linke mittlerweile zur drittstärksten Fraktion und damit zur größten Oppositionspartei im Deutschen Bundestag geworden ist.

Der Intellektuelle Gregor Gysi ist seit langem ein Medienstar und ist darüber hinaus unbestritten einer der interessantesten Politiker in Deutschland. Peter Huemer spricht mit ihm über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.


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