Pop / Rock

Pet Shop Boys


Am 4. Juli kommen Neil Tennant und Chris Lowe für ein Konzert in die Wiener Staatsoper.

Musikalisch mischen die beiden Elemente des Electropop, Disco und New Wave mit purem Kitsch. An ihrer perfekten Pop-Ästhetik perlt jeder Zeitgeist ab. Schon zu Beginn ihrer Weltkarriere bewiesen die Pet Shop Boys, dass sie von besonderer Statur sind. Ihre ersten Alben wurden von Bombast-Produzenten Trevor Horn betreut, der schon Übles mit Mike Oldfield und Genesis, mit Barry Manilow und t.A.T.u. anstellte.

Bereits 1985 hatten sie den gemeinsam mit dem amerikanischen Discoproduzenten Bobby „O“ Orlando kreierten Song „West End Girls“ einen weltweiten Smashhit zu verzeichnen. In den folgenden Jahren feierten die Pet Shop Boys mit superben Alben wie „Please“ und „Actually“ grandiose Erfolge.

Auch als Produzenten konnten sich Lowe und Tennant etablieren. Ihre Arbeiten mit Dusty Springfield, Liza Minnelli und Patsy Kensit waren allesamt solide Erfolge. In den Neunzigern lancierten sie weitere Welthits wie „Go West“ und „Se A Vida ɓ. Ein besonderes Gustostückerl wurde das sehr entschieden discolastige Album „Nightlife“, das zudem noch die Perle „You Only Tell Me You Love Me When You´re Drunk“ enthielt.

Hedonismus und Haltung sind bei den smarten Pet Shop Boys nie ein Widerspruch. Tennant spekulierte einst sogar darüber, wie es ein Che Guevara mit dem Discobeat aufnehmen würde. 2001 versuchte sich das famose Duo sogar als Musical-Schreiber. Das Ergebnis, „Closer To Heaven“, schlug sich wacker im Londoner Westend.

Ihr aktuelles Album „Elysium“ zeigt sie im Modus einer gewissen Altersweisheit, die dennoch nicht gewillt ist, dem Hedonismus die kalte Schulter zu zeigen. Von diesen Pionieren der intelligenten Tanzmusik ist auch in Zukunft noch viel zu erwarten.


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