Theater

Perhaps all the dragons. Horror Vacui [#3]


Ein kreisförmiger Tisch mit dreißig Bildschirmen. Ihnen gegenüber dreißig Zuschauer. Im Angebot dreißig Geschichten von Menschen aus dreißig Ecken der Welt. In einer persönlich-intimen Situation bekommt jeder Zuschauer fünf davon zu sehen, von Angesicht zu Angesicht – in verblüffender Weise überspringt er dabei jede Art von Sprachbarriere. Warum gerade fünf?

Da ist etwa von einem bekannten Pianisten zu erfahren, der erst auf der Bühne realisiert, dass er das falsche Konzert einstudiert hat, oder von einem Neurochirurgen, wie er zwei Menschenaffen Kopf und Körper austauscht. Oder es gibt da die Geschichte der Hikikomori, Menschen in Japan, die sich für mindestens ein Jahr in ihren Schlafzimmern einsperren. Und jeder Zuschauer erfährt von der höchst eigenartigen Six-Degrees-of-Separation-Theorie, die behauptet, dass jeder Mensch mit einem anderen über gerade einmal fünf andere verbunden sei …

Die Künstler der belgischen Gruppe BERLIN sind in internationalen Zeitungen, in der Fachpresse und im Internet auf die Suche nach kleinen und großen Geschichten gegangen. Philosophisches, Wissenschaftliches oder einfach nur Gossip – wichtig sind in jeder Erzählung die überraschenden Details, die das Kleine-Welt-Phänomen lebendig werden lassen. Schon 2011 beeindruckte BERLIN das Festwochen-Publikum mit der poetischen und direkten Videoperformance tagfish.

Künstlerische Leitung und Besetzung

Konzept Bart Baele, Yves Degryse
Szenografie BERLIN, Manu Siebens
Text Kirsten Rosendaal, Yves Degryse, Bart Baele
Soundtrack und Mixing Peter Van Laerhoven
Kamera Geert De Vleesschauwer
Technische Leitung Robrecht Ghesquière

Im Bild
Nirman Arora, Derek Blyth, Vladimir Bondarev, Pat Butler, Philippe Cappelle, Suneet Chhabra, Roger Christmann, Luci Comincioli, Christina Davidsen, Adela Efendieva, Laura Fierens, Robrecht Ghesquière, Brecht Ghijselinck, Sergey Glushkov, Shizuka Hariu, Geert-Jan Jansen, Jonas Jonsson, Matsumoto Kazushi, Shlomi Krichely, Kurt Lannoye, Andrew Mugisha, Nico Mäkel, Wim Mäkel, Walter Müller, Ramesh Parekh, François Pierron, Romik Rai, Tamas Sandor, Rinat Shaham, Andrei Tarasov, Juan Albeiro Serrato Torres, Bob Turner, Hilde Verhelst, Regina Vilaça, Patryk Wezowski

In 16 Sprachen mit deutschen und englischen Untertiteln


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