Kunstausstellung

Performing the Border


Die Ausstellung Performing the Border versammelt künstlerische Arbeiten, welche sich nicht mit dem Offensichtlichen, Naheliegenden zufrieden geben und ihren Blick auf das Außen richten.

In einer Gegenwart, die in weiten Teilen des Globus von Rassismus, Abschottung, eingeschränkter Pressefreiheit und „post-faktischen“ Debatten geprägt ist, durchdenken die Künstlerinnen Szenarien, in welchen die zweifelhaften Kategorien des Eigenen und des Fremden für die Betrachterinnen sichtbar und erfahrbar gemacht werden können. Dabei begreifen sie das komplexe Feld nationaler, ethnischer, sozialer, digitaler und sexueller Identität als einen Experimentierraum.

Sie diskutieren die Grenze als bildgeprägte Erlebniszone, die in unserer massenmedial geprägten Gegenwart zur zweifelhaften Bildikone verschiedenster Interessenten korrumpiert wurde. Oder dokumentieren und reflektieren territoriale Grenzlinien als Ort globaler Migration, indem sie das fragile Konzept nationalen Ein- und Ausschlusses zur Diskussion stellen. Andere Arbeiten zeigen wiederum die Absurdität der Grenzüberquerung, die physisch sicht- und erfahrbar als verdichtete „Linie“ die Landschaft durchzieht. Das Konzept einer Grenze wird so zur Metapher, zu einem Konstrukt, das nicht statisch, sondern Gegenstand von Übereinkünften und Verhandlungen ist.

Mit: Monira Al Qadiri, Halil Altindere, Francis Alÿs, Ursula Biemann, Tiffany Chung, Julien Creuzet, Khaled Jarrar, Leon Kahane, Martin Krenn/Oliver Ressler, Eva Leitolf, Hana Miletić, Anahita Razmi, Christoph Schlingensief, Hito Steyerl, Wermke/Leinkauf, Clara Wildberger, Miao Ying


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