Theater

Performance Bla Bla Bla Cut


Die Performance BLA BLA BLA CUT nähert sich der wissenschaftlichen Diskussion zum Tagungsthema mit künstlerischen Mitteln an. Das Theater und das Spiel sind dabei ein Ritual im Wechsel von Stabilität und Wandel und kennzeichnen einen mehrdeutigen Raum und eine Bühne für kulturelle Phantasie. Wahre und unwahre Geschichten wachsen aus Begegnungen von Fremd/Nicht Fremd und werden in der Performance zu einer Ausstellung von Umgangsweisen mit komplexen Prozessen.

Die Bezeichnung „Transkulturelles Theater“ beschreibt kein Genre, sondern ist eine Lesart der szenischen und performativen Arbeit und eine Herangehensweise an Geschichte und Geschichten. Es geht davon aus, dass sich das sogenannte (Kultur-) „Fremde“ im vermeintlich „Eigenen“ verbirgt, in ungedachten Ebenen und in asynchronen Blickwinkeln auf die vorherrschenden kollektiven Erzählungen. Demnach tauscht eine gelungene transkulturelle Theaterpraxis verdrängtes Wissen aus und dringt in einen Raum der gemeinsamen Erfahrung ein, wo eine Unterteilung in fremd und eigen belanglos wird.

Die zeitgenössische Form zum Umgang mit autoritären gesellschaftlichen Mythen, die das Heterogene ausschließen, stellt das postdramatische Theater bereit. Es löst sich vom linear erzählten literarischen Text, öffnet die Trennung von Zuschauer und Darsteller, hinterfragt das selbstbestimmte Subjekt und verweist dadurch auf den Körper selbst und verschiedene, auch gegensätzliche, Diskurse die ihn durchziehen.

Mitwirkende:
Michaela Adrigan, Roger Atikpo (Writer in Residence 2016), Marie-Christine Bawart, Phillip Beck, Hannah Candolini, Daniel Clemente, Salha Fraidl, Katrin Jud, Elisabeth Köll, Fabian Lanzmaier, Laura Masten, Francesca Menges, Viktoria Meyer, Koku G. Nonoa, Christa Pertl, Simon Pranter, Frederick Redavid, Amrei Rieth, Marco Russo, Susanne von Fioreschy-Weinfeld, Eva-Maria Wassermann, Margret Wassermann, Valentina Zangerl, Christopher Zierl und der Chor der Vergessenen.


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