Theater

Penthesilea


Krieg und Liebe, Verstand und Gefühl – unvereinbare Prinzipien prallen in Kleists „Penthesilea" aufeinander und reißen alle Figuren wie in einem heillosen Sturm hinweg. Nichts ist mehr gewiss: Worte werden zu Taten, Küsse zu Bissen.

Trauerspiel
HEINRICH VON KLEIST

Zwischen Griechenland und Troja herrscht Krieg. Bis das Heer der Amazonen auftaucht, sind die Fronten klar. Dann ändert sich alles.
Den Amazonen ist es auferlegt, sich mit dem Mann zu verbinden, den sie im Kampf bezwingen. Die aus der Verbindung geborenen Jungen werden getötet; die Mädchen dagegen werden zu neuen Kriegerinnen ausgebildet. Ihre Königin, Penthesilea, verliebt sich in Achill und versucht ihn zu besiegen. Doch in einem Kampf wird sie verletzt und von Achill besiegt; doch da bewusstlos, weiß sie hiervon nichts.
Ihre Dienerin Prothoe beschwört Achill, sich im nächsten Gefecht besiegen zu lassen. Penthesilea aber führt den Kampf gnadenlos bis zum Ende und tötet Achill in wilder Raserei. Als sie ihre Tat realisiert, begeht sie Selbstmord.

Krieg und Liebe, Verstand und Gefühl – unvereinbare Prinzipien prallen in Kleists „Penthesilea" aufeinander und reißen alle Figuren wie in einem heillosen Sturm hinweg. Nichts ist mehr gewiss: Worte werden zu Taten, Küsse zu Bissen.

Erst 65 Jahre nach Kleists Suzid im Jahre 1811 wurde dieser Klassiker über Leidenschaften, die sich in Maßlosigkeit und Wahn verlieren, uraufgeführt. Ein Text, der von der erschreckenden Abgründigkeit der menschlichen Psyche erzählt.

Regie: Jan Steinbach
Bühne: Frank Albert
Kostüm: Lisa Däßler
Dramaturgie: Dirk Olaf Hanke


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