Theater

Pension Europa


Ein Abend für sechs Frauen auf der verzweifelt - aber witzigen Suche nach einer Vision. Pur, nackt, manchmal poetisch, aber ungemein kraftvoll wird Alltägliches ohne Scheu analysiert und diskutiert.

Und es werden Fragen gestellt: Welche Relevanz hat ein Einzelschicksal im vermeintlichen Großen? Welche Relevanz hat das, was ich tue? (z.B.Theater spielen „It ́s hard to do a performance in Austria, we are not suffering enough“). Wo liegt die eigene Selbstbestimmtheit? Und muss immer alles einem großen Ganzen untergeordnet sein? Wann ist Unkorrektes korrekt, und wo liegt da die Grenze? Und wer fühlt sich drinnen (in Europa) und wer draußen? Wahrhaftige Bekenntnisse und verdichtete Geständnisse, skurill-witzig, tragisch und mitten aus dem Leben. Manchmal gnadenlos, manchmal versöhnlich. Alles eine Frage der Perspektive.

Regisseur Martin Gruber begibt sich mit seinem aktionstheater ensemble auf eine Reise in die Untiefen des Alltäglichen. Des alltäglichen Sich zur Schau-Stellens, des alltäglichen Rassismus, des täglichen Kampfes um Ehrlichkeit und Authentizität. Etwaige große Entwürfe eines erhofften Miteinanders werden dabei heruntergerissen auf ihre Alltagstauglichkeit. Und das Ensemble ringt um Relevanz, sowie um eine aus Authentizität genährte Poesie. Anhand von Interviews (durchgeführt von Martin Gruber), bearbeitet und mit poetischen Texten konterkariert von der Autorin Claudia Tondl (zuletzt mit dem aktionstheater ensemble „Werktagsrevolution – 2013) werden persönliche Grenzen und ein Leben in einem großen Ganzen ausgelotet.

Konzept/Regie: Martin Gruber
Text: aktionstheater ensemble und Claudia Tondl
Musik: Peter Herbert
Songs: Aisha Eisa
Video: Felix Dietlinger
Dramaturgie: Martin Ojster

Mit: Michaela Bilgeri, Susanne Brandt, Aisha Eisa, Alev Irmak, Isabella Jeschke, Kirstin Schwab


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