Vortrag

Paulus Hochgatterer, Julya Rabinowich: Wie (un)sicher ist Österreich?


Erinnern Sie sich an die deutsche TV-Serie „Der ganz normale Wahnsinn“ (1979/80) nach einer Idee von Helmut Dietl? Darin fragt der geschiedene Journalist Maximilian Glanz (gespielt von Towje Kleiner), „woran es liegt, dass der Einzelne sich nicht wohl fühlt, obwohl es uns allen so gut geht“ (so der Titel des von ihm geplanten Buches im Film). Genau dort setzt dieser Abend an – gemeinsam konzipiert mit dem Verein NEUSTART, der Resozialisierungshilfe für Straffällige sowie Unterstützung für Opfer und Prävention anbietet.
Die beiden österreichischen Autoren Paulus Hochgatterer und Julya Rabinowich wurden eingeladen, neue Texte zum Thema „Warum fühlen wir uns unsicher, obwohl wir nicht wirklich bedroht sind?“ zu schreiben, sie im Literaturhaus vorzustellen und darüber zu diskutieren. Eine aktuell-brisante Veranstaltung in Zeiten von Krisen und Kriegen, von Flüchtlingstragödien und Konsumrausch und deren – möglichen oder unmöglichen – Auswirkungen auf Menschen im heutigen Österreich. Hilft das Errichten von Zäunen, das Wegsperren von Menschen, das Wegschieben von Problemen? Oder bleibt ohnedies alles, wie es ist? ...

Paulus Hochgatterer, geb. 1961 in Amstetten, lebt als Psychiater und Schriftsteller in Wien. Er hat preisgekrönte Erzählungen und Romane veröffentlicht, die auch auf beruflichen Erfahrungen basieren. Zuletzt erschien „Katzen, Körper, Krieg der Knöpfe. Eine Poetik der Kindheit. Reden, Aufsätze, Vorlesungen, Essays“ (2012). EU-Literaturpreis 2009.

Julya Rabinowich, geb. 1970 in Leningrad, lebt als Autorin, Dramatikerin und Malerin in Wien, wo sie studiert hat. Sie hat ausgezeichnete Theaterstücke und Romane verfasst, zuletzt „Die Erdfresserin“ (2012). Außerdem arbeitet sie als Dolmetscherin im Rahmen von Psychotherapiebehandlungen und engagiert sich für Flüchtlinge.


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