Klassik

Patterns in a Chromatic Field Morton Feldman



Ensemble Phace:
Roland Schueler – Violoncello
Mathilde Hoursiangou – Klavier

Das Aroma dieser Schönheit berührt mich erotisch. Dieser Eindruck rührt von Feldmans Tendenz zur Zartheit her, die nur kurz von Heftigkeit unterbrochen wird. Er besteht auf einer Aktion inner- halb der Skala von Liebe, und dies erzeugt Sinnlichkeit des Klanges oder eine Atmosphäre der Hingabe.
John Cage

Morton Feldmans Musik begleitet uns seit Jahrzehnten, meist in der Interpretation von John Tilbury. Patterns in a Chromatic Field schrieb der amerikanische Komponist 1981. Die Struktur des Stücks wurde nach Feldman von alten türkischen Nomadenteppichen beeinflusst, in denen die Farbe dieselbe ist und doch nicht gleich. Der Teppich hat eine Art mikrotonale Färbung. Es gilt als sein vitalstes Stück, es bröckelt und flirrt in schwierigsten rhythmischen Passagen des Cellos und verlangt in seinen 90 Minuten Unmögliches von den beiden Musikern des österreichischen Ensembles für Neue Musik Phace. (Walter Zimmermann)

Wer will, kann seinen (bequemsten) Lieblingssessel von zu Hause mitbringen — einzige Bedingung: er darf kein Geräusch machen!

19.15 Uhr – Einstimmung

€ 19