Kunstausstellung · Theater

Patrycja German - Special Guest (Für alle, aber nicht für jeden)


Patrycja German entwickelt Versuchsanordnungen, in denen sie selbst agiert und den Betrachter als Mitspieler konzipiert. Dabei interessiert sie sich für Möglichkeiten und Grenzen einer solchen Zuordnung und untersucht, wie viel Nähe und Intimität in einer inszenierten Situation entstehen kann.

Beispielsweise wählt sie in einem Theater Männer nach Gewicht und Größe aus und weist diese an, sich auf sie zu legen. In einer Kneipe fordert sie zum „Schenkeldrücken“ heraus.

Sie lässt sich nackt von fremden Männern herumtragen, bis diese nicht mehr können. In einem Museum reicht sie Teigtaschen mit dem Mund weiter. In einer Galerie testet sie, ob man ihr in die Augen schaut, wenn sie unbekleidet ist.

In ihren neuesten Produktionen arbeitet German seriell und fordert den Betrachter emotional heraus, wie in „Lustgewinnung/Leidvermeidung“, wo sie Pheromone verwendet - eine Substanz, die im Gegenüber Begehren auslöst.

Dabei analysiert und reflektiert sie das System Kunst als ein Zusammenspiel seiner Grundelemente: Künstler, Betrachter, Kunstwerk. Die Anlage ihrer Arbeiten steht jeweils in einem engen Wechselverhältnis mit den konkreten gegebenen Bedingungen, die vor Ort Einfluss auf das Verhalten und die Bewegungsweise der potentiellen Mitspieler nehmen.

Feste Größen sind jeweils Körpergröße, Gewicht, Kraft und Geschlecht. Die Versuchsanordnungen sind immer an das sinnliche und körperliche Erleben der Beteiligten gebunden.

Zum donaufestival lädt sie BesucherInnen einzeln in ihre Limousine. Es wird empfohlen, zu den jeweiligen Zeiten vor der Kunsthalle Krems und dem Messegelände nach der Limousine Ausschau zu halten.

Performance für jeweils eine Person
Dauer ca. 15 Minuten
Uraufführung


Vergangene Termine