Kunstausstellung

Parallel Vienna 2018 - Art Fair


Am 25. September 2018 eröffnet die 6. Ausgabe der PARALLEL VIENNA, ein Hybrid zwischen Kunstmesse, Ausstellungsplattform und Studio von Kunstschaffenden. Auch heuer bleibt die PARALLEL VIENNA ihrem Konzept treu, vorübergehend leerstehende Immobilien zu nutzen, und präsentiert ihre kuratierte Gesamtschau der österreichischen und internationalen Kunstszene vom 26. bis 30. September 2018 in einem ehemaligen Bürogebäude direkt am Praterstern.

Ausstellungsplattform im ehemaligen Bürokomplex

Das in der Lassallestraße 1, im 2. Wiener Gemeindebezirk, gelegene Gebäude wurde vom bekannten österreichischen Architekten Wilhelm Holzbauer Ende der 80er Jahre geplant und Anfang der 90er Jahre fertiggestellt. Ursprünglich für IBM entworfen, diente es danach bis zur seiner weiteren Veräußerung als Verwaltungsgebäude für einen Finanzdienstleister. Nun hat ein neuer Eigentümer das Gebäude erworben und dieses – bevor es umgestaltet und adaptiert wird – der PARALLEL VIENNA zur Verfügung gestellt, die nun vorübergehend in das Gebäude einzieht.

Kunst und Kapital

Angesichts dieses Bürogebäudes monumentalen Ausmaßes steht die 6. Ausgabe der PARALLEL VIENNA unter dem Motto „Kunst und Kapital“. Diverse Interventionen, Ausstellungen und Kunstwerke werden sich diesem Thema stellen und unter anderem kapitalistische Produktivitätsanforderungen im künstlerischen Schaffensprozess und die Mechanismen des
Kunstmarkts hinterfragen. Schon Joseph Beuys hat bereits vor etwa 40 Jahren die bekannte Formel „Kunst = Kapital“ aufgestellt, aber wie hat sich der Kunstbetrieb seither entwickelt und welchen Herausforderungen stehen Kunstschaffende heute gegenüber? Mehrere Symposien im Auditorium des Gebäudes werden das Thema - teilweise in Kooperation mit anderen Festivals und Kunstinitiativen - kritisch beleuchten. Dabei werden auch alternative Ausstellungsformate, kapitalistisch schwer verwertbare Kunstformen wie Performance und die Mechanismen des Kunstmarkts untersucht.

Zahlreiche künstlerische Interventionen in und am Gebäude

Anders als klassische Kunstmessen ist die PARALLEL VIENNA für ihre zahlreichen, oftmals
ephemeren Interventionen von Künstlerinnen und Künstlern bekannt, die auf das Diese ortspezifischen Arbeiten und Kommunikationsräume machen die einzigartige Atmosphäre der PARALLEL VIENNA aus.

Die goldene Monumentalskulptur „Karl Marx light“ des Künstlers Hannes Langeder, als aufgeblasene Leichtversion der 40 Tonnen schweren Originalskulptur von Karl Marx in Chemnitz (ehemals Karl-Marx-Stadt) ein Mimikri, wird von weither sichtbar das Gebäude markieren und auf den Diskurs Kunst und Kapital verweisen. Sie stellt aber auch einen Markierungspunkt im Hinblick auf den Praterstern und den Prater, seit jeher Verkehrskontenpunkt und kommerzielles und gesellschaftliches Zentrum, dar. Ausstellungsgebäude reagieren und mit diesem inhaltlich und räumlich in einen Dialog treten.


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